Vorbereitung Neue Weltordnung

Die Neue Weltordnung
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Wie bereite ich meine Kinder und mich darauf vor?


Inhalt

I. Inhaltsangabe
II. Vorwort
III. Einleitung
IV. Kurze und wichtige Fakten
V. Kenntnisse über die Prophezeiungen
VI. Die große Tragweite der Auferstehung Jesu
VII. Gott als den souveränen Schöpfer und Herrn lehren
VIII. Gedanken zur Erziehung
IX. Geistliches Strohfeuer oder echte Wiedergeburt?
1. Was den Unterschied ausmacht
2. Die Geschichte mit dem Mann der kein hochzeitliches Gewand anhat
3. Die enge Pforte und der schmale Weg
4. Auf welchem Boden fällt der Same?
5. Drei Fälle zum Abschluss

X. Wachsen und reifen in Christus
1. Das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen
2. Verlasse die Versammlung nicht
3. Prüfe dich selber
4. Lebe in der Heiligung
5. Bleibe am unverfälschten Wort Gottes
6. Prüfe die Lehren

XI. Die unsichtbare Welt und was wir noch tun können
XII. Abschlussgedanken
XIII. Empfehlung von weiterer Literatur
XIV. Literaturverzeichnis




II. Vorwort
Wache Bibel lesende Christen wissen, aus den Zusammenhängen der biblischen Prophetien betreffs der Endzeit, dass der Antichrist nicht erst kommen und sich vollends entfalten kann, wenn nicht schon vorher der Nährboden dafür gelegt wurde. Im zweiten Thessalonicherbrief, des Neuen Testamentes, schreibt Paulus im zweiten Kapitel über den großen Abfall und dem „Sohn des Verderbens“, mit dem auch Judas bezeichnet wurde.

Das Lexikon zur Bibel schreibt zu Abfall:

„Vor der Wiederkunft Jesu Christi muß nach Paulus der große A. (apostasia ) kommen (2Thess 2,3; 1Tim 4,1). Dieser letzte A. ist eine Abwendung von der Offenbarung der Gnade Gottes in seinem Sohn, eine bewußte Verleugnung Christi, eine offene Lossagung von der Gemeinde und allem Christlichen. Dieser A. wird seine zerstörenden Wirkungen in den Lebensbereichen der Familie, des Staates, des allgemeinen Lebens und der Gemeinde offenbaren (2Tim 3,1 ). Seinen Höhepunkt wird er erreichen, wenn das zweite bedeutende Vorzeichen des Tages des Herrn sich erfüllt, wenn der Sohn des Verderbens offenbar wird (2Thess 2,3). Ein Vorspiel dieses durch verschiedene Stufen hindurchgehenden Abfalls der
Christenheit bietet die Geschichte Israels, bes. in der Zeit vor der Zerstörung Jerusalems (vgl. 1 2Chr 36,16; Jer 44,4; 7,24; 11,8).“

So wie bei Hitler, müssen die Herzen der Menschen vorbereitet werden, um einen „Erlöser“ zu begrüßen, der die Probleme scheinbar lösen wird. Und dies muss weltweit passieren. Und damit die gesamt Welt mitzieht, braucht es eine Anpassung.

Politiker sprechen vermehrt über eine „New World Order“. Eine neue Weltordnung. Im
religiösen bedeutet „Order“ Ordnung. Unter Recht und Rechtswesen kann man es mit
Beschluss (beim Gericht) und Gebot übersetzen. Und des Weiteren kann man „Order“ mit
Anweisung, Befehl oder Auftrag übersetzen.
Präsident Bush sprach bereits schon öffentlich von einer „New World Order“. Desgleichen
auch der frühere US Außenminister Henry Kissinger und auch Gordon Brown, britischer
Politiker und seit dem 27. Juni 2007 Premierminister des Vereinigten Königreichs von
Großbritannien und Nordirland. Und auch Politiker in der EU sprechen von einer „New
World Governance“ (Governance kann mit Regierungsform, Staatsführung, Herrschaft,
Kontrolle und Führung übersetzt werden).

Was müssen wir uns darunter vorstellen und wie bereiten wir uns und unsere Kinder vor,
damit wir vor der Verführung bewahrt bleiben?




III. Einleitung
Das Froschexperiment.

Ich liebe dieses Experiment. Es veranschaulicht was Erosion bewirken kann. Natürlich ist es brutal, kalt und herzlos. Aber es soll uns eine Lehre sein.

Ein Frosch sitzt in einem großen Wasserglas und fühlt sich in seinem kühlen Wasserelement wohl. Was würde wohl passieren, wenn man dieses Wasserglas ganz plötzlich erhitzen würde? Das Wasser wird in wenigen Sekunden so erhitzt, dass es dem Frosch ungemütlich wird und er aus diesem Wasserglas hüpft.
Und wie bringt man diesem Frosch dazu in diesem Wasserglas sitzen zu bleiben?

Man fängt an dieses Wasserglas mit einer sehr kleinen Flamme zu erhitzen. Klein genug, so dass der Frosch den Temperaturanstieg nicht bemerkt. Das Wasser muss langsam über
Stunden hinweg Grad für Grad erwärmt werden.

  • Die Temperatur steigt auf 20 und der Frosch fühlt sich wohl.
  • Die Temperatur steigt auf 30 und der Frosch fühlt sich wohl.
  • Die Temperatur steigt auf 40 und der Frosch fühlt sich wohl.

Das kann so lange weitergehen bis der Frosch tot ist, weil der den langsamen
Temperaturanstieg nicht bemerkt hatte. Das war’s und er hatte sich noch nicht mal gewehrt.

Warum mag ich dieses Experiment?
Weil die Menschheit wie der Frosch ebenfalls einer Transformation ausgesetzt wird.
Und mit uns Christen will man es auch machen.

Wie es soweit kommen kann, dass die Masse nach einer „Neuen Weltordnung“ schreit, bedarf es eines weit längeren Prozesses als bei dem Frosch. Man muss die Unzufriedenheit des Volkes und das Chaos nutzen, das man schon vorher über einen längeren Zeitraum künstlich schaffen kann. Aber dies ist ein anderes Thema für sich und für dieses Buch soll es ausreichen zu wissen, dass es möglich ist.

Auch möchte ich nicht groß und breit auf die unzähligen Daten und Fakten, über
Geheimbünde, Hintergründe und wer mit wem bei der Weltverschwörung unter einer Decke steckt, auslassen. Nur ein wenig anschneiden. Dazu gibt es viele Fakten im Internet und wen es interessiert, der mag sich damit auseinandersetzen. Ich selber fühle mich nach so einer Informationsflut ganz klein und hilflos. Ich möchte gerne alle Christenheit informieren und ich weiß, dass nur 5% mir die Informationen abnehmen würden. Und dagegen angehen hat sowieso keinen Zweck, weil es so kommen muss wie es die Bibel sagt und auch, weil ich dies nicht von unserem Herrn als Auftrag ansehe.

Also was tun?
Unsere Kinder mit einer Flut von Informationen und Weltverschwörungstheorien aussetzen?

In einer Sonntagsschule erlebte ich eine Frau, die sich über den Antichristen und damit
verbundenen Fakten ereiferte. Es war Sommer und bei weit geöffneten Fenstern konnten
vorübergehenden Passanten sie wegen ihrer mächtigen Stimme lautstark über Satan und
Weltverschwörung schimpfen hören.

Natürlich ist es nicht uninteressant, dass auf unseren Rezepten links unten die Zahl 666 mit einem spiegelverkehrten „h“, dass einem Stuhl ähnelt, steht. Oder auf der Rückseite unseres deutschen Personalausweises, sehen die gängigen Weltverschwörer das Zeichen des Baphomets. Oder auf manchen Satellitenschüsseln steht die Abkürzung für Sattelitenantenne, kurz „SatAn“.

Aber helfen uns solche „Spielchen“ wirklich weiter? Bereitet dies unsere Kinder auf die harte Realität des Lebens vor? Hilft ihnen das, mit Jesus den Alltag durchzustehen und bereit für die Zukunft zu sein?

In der Erziehung können wir unsere Kinder eventuell bis zur Einschulung vor den Lehren der Welt „schützen“. Ab dem dritten Lebensjahr, und manchmal schon früher, gehen sie in den Kindergarten, eine Kindertagesstätte oder werden durch eine Tagesmutter betreut. Als wir unseren Sohn schon früh in eine Kita gaben, war mir ein wenig komisch zumute.
Später musste ich erkennen, dass er dort mehr lernte als Zuhause. Er lernte dort u.a. den
sozialen Umgang mit anderen Kindern.

Natürlich kann man „Die Kleinen“ noch mehr beschützen wenn man sie erst gar nicht abgibt. Aber spätestens, wenn sie in die Schule kommen, werden sie mit der harten Realität konfrontiert. Sie lernen viele Dinge durch ihre Mitschüler, die in christlichen Augen nicht in Ordnung sind. Und wenn man sie zuvor zu sehr beschützen wollte, sind sie nicht ausreichend darauf vorbereitet.

Es ist auf jeden Fall nicht damit zu rechnen, dass die Entrückung kommt und dann geht das Chaos erst richtig los. Es rechnen viele Christen damit, dass zuerst die Entrückung kommt und danach das Chaos (Trübsal; die Welt ohne den Heiligen Geist) losgeht. Aber wir werden vorher schon etwas an Drangsal erleben müssen. Bitte verstehen Sie mich richtig. Wir sollen so leben, als würde die Entrückung jeden Augenblick kommen. Ich denke nur, dass der Antichrist erst richtig sein Weltreich aufbauen kann wenn wir Christen weg sind. Aber es muss noch vorher etwas passieren. Ein Weltsystem, eine Neue Weltordnung, dass dem Antichristen ermöglichen wird, dieses Weltreich unter Applaus aufzurichten, sobald die Entrückung geschehen ist.

In allen wichtigen Bereichen brauchen wir eine globale Annäherung. Am 15.November 2008 hörte ich im Radio unsere Bundeskanzlerin reden, wie wir ein Globales Weltfinanzsystem brauchen, sowie eine Globale Weltfinanzpolizei.

Für uns Christen wird es noch eine weitere ganz große Schwierigkeit geben. Der Antichrist
braucht für seine Weltreligion eine Annäherung der Religionen aneinander. Jede der großen Weltreligionen erwartet die Rückkehr „ihres Messias“, der sie aus dem ganzen Chaos in das große Friedensreich führen wird. Und echte Christen können bei dieser großen Annäherung nicht mitmachen. das entscheidet sich bereits schon im Kleinen.

In dem Lexikon der EZW (Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen) findet sich folgende Definition unter dem Begriff: „Christlicher Fundamentalismus“:

„Dem Fundamentalismus ist entgegenzuhalten: Er greift die religiöse Tradition nicht in ihrer  Fülle auf, sondern auswählend und reduziert. Er verwechselt Gewissheit mit Sicherheit. Die Verlässlichkeit des göttlichen Wortes lässt sich nicht durch den Glauben an ihre wortwörtliche Inspiration sichern. Die Bibel wird missverstanden, wenn ihr Charakter als Glaubenszeugnis verleugnet wird. In ihr lässt sich kein Vorrat unfehlbarer Fakten finden: zur Welterschaffung, zum Endzeitablauf, zur Strategie, Krankheiten schnell und wirksam zu heilen. Fundamentalistische Strömungen verleugnen christliche Freiheit und sind von Angst bestimmt. Man kann sich bemühen, den Fundamentalismus als Antwortversuch auf die Vergewisserungssehnsucht des Menschen in komplexen, unübersichtlichen Lebenskontexten zu verstehen. Jedoch ist dieser Versuch erfolglos. Glaubensgewissheit ist ein unverdientes Geschenk und menschlicher Verfügung entzogen.“(Hervorhebungen durch den Verf.)

Das Wort Fundamentalismus hat in unserer Zeit einen negativen Klang erhalten. Und wenn Sie sich genau an das inspirierte Wort halten, weil es eben so ist und die Bibel das auch sagt, dann gelten Sie als Fundamentalist und eines Tages als unverbesserlicher „Fanatiker“... „Krimineller“.. „Menschenfeind“…Na, mal schauen, für was man uns Christen halten wird.

Christen kommunistischen und muslimischen Ländern, sowie auch teilweise in buddhistisch oder hinduistisch geprägten Ländern, sind mit Verfolgung vertraut. Wir Christen, die sich in aller Ruhe treffen können, sind es nicht. Den Juden, im Dritten Reich, wurden Stück für Stück die Daumenschrauben angelegt. Die Komplette Verfolgung kam nicht von Heute auf Morgen. So wird es auch uns Christen ergehen. Plötzlich werden die Freiheiten weg sein, und wir werden uns fragen, warum wir die Zeit, in der wir jetzt leben, nicht besser genutzt haben.

An dieser Stelle möchte ich mit Dank auch auf die vielen Geschwister in Christus zu sprechen kommen, die ihre Aufgabe als Wächter nachkommen und ihre Zeit mit recherchieren von Fakten und Warnen opfern. Mitunter sind sie auch großem Spott ausgesetzt.

Es ist so, als würden viele Frösche in einem riesigen Schwimmbecken sitzen, das langsam
erwärmt wird. Und die Wenigen, die prüfen und warnen, rufen: „Leute, das Wasser wird
wärmer. Wir müssen raus hier!“ Und man entgegnet ihnen: „Ihr spinnt doch. Wir fühlen uns wohl. Ihr seid doch Phantasten“.

Wenn es möglich wäre:
Woran könnten Frösche kennen, dass die Umgebung sich ungünstig verändert?
An dem Thermometer. Nun, Frösche können nicht lesen. Aber wir. Unser „Thermometer“ ist die Bibel. Das Heilige Wort Gottes. Daran sich zu orientieren und sich zu richten, wird uns durchbringen.

Wenn Sie noch jung im Glauben und noch nicht lange Christ sind, dann bitte ich Sie, dass
wenn Sie Einiges noch nicht verstehen oder auch Fragen haben, dass Sie sich an eine der
Adressen wenden, die in Kapitel 13 aufgeführt sind.



IV. Kurze und wichtige Fakten
„Um die Weltregierung zu verwirklichen, ist es notwendig, den Individualismus, die Loyalität zur Familie, das Nationalbewusstsein und die religiösen Dogmen aus den Gedanken der Menschen zu eliminieren.“

Brock Chisholm (von 1948-1953), einer der Generaldirektoren der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Vereinten Nationen (UN).


In dem Spielfilm „Megiddo“ wird Satan in Menschengestalt in der Schlacht bei Megiddo
überrascht, als die chinesische Armee nun doch nicht mit, sondern gegen ihn kämpft. Er hatte mit den „freien Willen“ des Menschen nicht einkalkuliert. Nun, das war Film und in der Wirklichkeit wird das nicht so einfach sein. Also muss Satan, den freien Willen der Menschen für sich gewinnen.


Die Erd Charta der UNO

Wenn man sich die „Erd Charta“ der UNO durchliest, dann fällt einem gleich am Anfang auf, auch wenn es sich zunächst positiv anhört, dass die grundlegende Zielsetzung an der Bibel vorbeiführt. In der Präambel der „Erd Charta“, geschrieben am 04.Oktober 2000, lesen wir folgendes am Ende:

„Für das ethische Fundament der entstehenden Weltgemeinschaft brauchen wir dringend eine gemeinsame Vision von Grundwerten. Darum formulieren wir in gemeinsamer Hoffnung die folgenden eng zusammenhängenden Grundsätze für einen nachhaltigen Lebensstil. Es sind Leitlinien für das Verhalten jedes Einzelnen, von Organisationen, Unternehmen, 2 Regierungen und übernationalen Einrichtungen.“

Es folgen die Grundsätze über Achtung vor dem Leben, Ökosysteme der Erde schützen und wiederherstellen, Armut beseitigen, Gewaltfreiheit und Frieden fördern, und vieles mehr, was ohne unseren Gott der Bibel bewerkstelligt werden soll. Unter Römisch 3, Punkt 12a, lesen wir dann die Diskriminierung unterbinden aufgrund von sexueller Orientierung und Religion. Aber wer bestimmt denn, ab wann Diskriminierung anfängt?


Die Neue Toleranz

Wir leben im Zeitalter einer „Neuen Toleranz“. Es gilt als intolerant, wenn man zum Beispiel sagt, dass man Homosexualität nicht gut findet. Josh McDowell und Bob Hostetler beschreiben in dem Buch „Die neue Toleranz - Wie eine kulturelle Bewegung Sie, Ihren Glauben und Ihre Kinder zu zerstören droht“, zwei Arten von Toleranzen, die „Traditionelle Toleranz“ und „Die neue Toleranz“.

Die „Traditionelle Toleranz“ definiert sich wie folgt:

„Die traditionelle Toleranz schätzt, respektiert und akzeptiert den Menschen, ohne
notwendigerweise seinen Glauben oder sein Verhalten gutzuheißen oder daran
3 teilzuhaben.“
Dies bedeutet für uns Christen, den Sünder zu lieben, aber nicht mit dem einverstanden zu sein was er tut.

Im Gegensatz dazu bedeutet die „Neue Toleranz“ folgendes:

„Doch im Gegensatz dazu sagt die neue Toleranz – und diese Überzeugungen werden unseren Kinder beigebracht –, dass der Glaube oder die Überzeugung jedes Einzelnen gleich richtig und gleich wahr sei. So hat nicht nur jeder ein gleiches Recht auf seinen Glauben, sondern alle Glaubensauffassungen sind gleich. Alle Werte sind gleich. Alle Lebensstile sind gleich. Alle Wahrheitsansprüche sind gleich (4).

Und dies ist absolut entgegen der Bibel, die etwas ganz anderes lehrt. Gottes Wort ist für uns Christen verbindlich und muss deswegen unterminiert werden.
Am Ende der „Erd Charta“ lesen wir dann:

„Wir müssen den globalen Dialog, aus dem die Erd-Charta entstanden ist, vertiefen und ausdehnen; denn wir können bei der andauernden gemeinsamen Suche nach Wahrheit und Weisheit viel von einander lernen.“

Die Umerziehung unserer Kinder

Schauen wir einmal, wer gerne bei der Erziehung unserer Kinder mitmischen möchte.

Die UNESCO
UNESCO steht für United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization
(Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur). Sie ist ist eine Internationale Organisation und gleichzeitig eine der 16 rechtlich selbstständigen
Sonderorganisationen der Vereinten Nationen (der UN). Zu den Aufgabengebieten der UNESCO gehört die Förderung von Erziehung, Wissenschaft und Kultur sowie Kommunikation und Information (Medienpolitik).

1972 sagte der Harvard-Professor für Pädagogik und Psychiatrie Chester M. Pierce in seiner Ansprache vor der Internationalen Gesellschaft für Kindererziehung:

„Jedes Kind in Amerika, das mit fünf Jahren auf die Schule kommt, ist geisteskrank, weil es auf die Schule kommt mit bestimmten Bindungen an unsere Gründerväter, an seine Eltern, an einen Glauben an ein übernatürliches Wesen …
Es ist nun Ihre Aufgabe, liebe Lehrer, aus all diesen kranken Kindern gesunde zu machen – indem Sie die internationalen Kinder der Zukunft erschaffen.“ (5)

Die UNESCO Publikation 356 von 1949 “In The Classroom With Children Under Thirteen
Years of Age, Towards World Understanding – V“ (Im Klassenraum mit Kindern unter 13 Jahren mit dem Ziel, die Welt zu verstehen) bestätigt diese Richtung.

Unter “The Problem in General Toward Education for World-Mindedness “ (Das
allgemeine Problem der Erziehung zur Weltoffenheit ) lesen wir:

„Die Aufgabe, die die Gruppe für sich selbst anwandte war eine Studie darüber, welche Rolle die Schule dabei spielen kann bei Kindern ein internationalem Verständnis zu entwickeln. Bevor ein Kind in die Schule kommt, ist seine Denkweise bereits schon tiefgehend geprägt und oftmals durch frühere Einflüsse geschädigt. Aber der Prozess der Schulausbildung mag einen ausschlaggebenden Effekt ausüben. Durch die Ausbildungserfahrung entwickelt das Kind einen elementaren Gemeinschaftssinn, den es zuerst, aber schwach, im Elternhaus erhalten hat.” (6)

Wir sollten nicht denken, dass, nur weil diese Publikation aus dem Jahr 1949 ist, dass sich an der Zielrichtung etwas geändert hätte.

Der letzte Satz ist eigentlich inkorrekt, da das Kind alle menschlichen Qualitäten im
Elternhaus in den ersten 7 Jahren lernt. Aber wenn wie bei einer Sekte, eine Ideologie
aufgebaut werden soll, so ist das Ziel der Ideologie, das die Menschen irgendwann einmal ernsthaft daran glauben, dass schwarz weiß und weiß schwarz ist.

Konzentrieren wir uns auf den hervorgehobenen Satz. Wodurch wurde denn im Allgemeinen die Denkweise im Vorschulalter geprägt? Durch die Eltern, die dem Kind etwas von Gott erzählt haben und die mit dem Kind das Gutenachtgebet gesprochen haben. Christliche Eltern gehen noch weiter und erzählen biblische Geschichten. Wir müssen bedenken, dass der obige Satz im Jahre 1949 geprägt wurde und damals noch die Kinder mehr als heute vom „Lieben Gott“ gehört haben. Diese Denkweise ist also geprägt und geschädigt.

Weiter finden wir in dieser UNESCO Publikation 356 folgenden markanten Satz, der den obigen bestätigt:

“Der Kindergarten oder Kleinkindschule muss einen bedeutungsvollen Teil in der Erziehung des Kindes einnehmen. Er kann nicht nur die Fehler der Heimerziehung (kann auch Elternhaus sein, Anm. des Verf.) korrigieren, sondern das Kind – im Alter von etwa 7 Jahren - für die Mitgliedschaft einer Gruppe von Gleichaltrigen vorbereiten. Das sind die ersten sozialen Identifikationen, die es auf dem Weg zum Mitglied der Weltgemeinschaft erreichen muss.” (7)

Hier haben wir erneut die Aussage über die Fehler in der Heimerziehung, bzw. der Erziehung des Elternhauses. Diese Fehler müssen korrigiert werden, damit es die richtigen sozialen Identifikationen erhält, um ein Mitglied in der Weltgemeinschaft zu werden.

Sucht man in dieser Publikation nach dem Stichwort „Religion“, so kommt man ab Seite 51 zu der Überschrift „The Place of Religion“. (Der Platz der Religion)“ Zunächst liest sich folgender Satz recht positiv:

“Glaube in eine Gottheit, welche das Prinzip und Ende eines humanes Wachstums ist, ist wahrscheinlich das beste Fundament für eine reale Verständigung unter Menschen.”

Der Begriff „humanes Wachstum“ ist nicht so einfach zu definieren. Aber er bildet einen
Gegenpart zu gewissen Ideologien, die letztlich (arbeits-)markt-, herrschafts- und letztlich profitorientiert sind. Für mich bedeutet dies: In der zukünftigen humanistischen Weltgemeinschaft ist nicht mehr das Streben nach Profit das eigentliche Ziel, sondern Frieden und Glück aller Menschen. Und dass das Paradies auf Erden geschaffen wird, dabei soll der Glaube in eine Gottheit als Fundament dienen.

Wenn man dann weiter liest, dann begegnet uns „der Geist der Toleranz, des Respektes und Sympathie, welches das Fundament für alles Verstehen in all seiner Formen bildet“.
Dann geht es weiter bezüglich der großen Religionen (Christentum, Judentum, Muslime, Buddhismus) und dass alle eine gemeinsames Fundament haben. Sie alle haben ihren Platz im universellen Plan.

Und wie soll dann das Zitat von Brock Chisholm hinein passen? Nur dadurch, dass die alten religiösen Dogmen, durch einen Glauben an eine neue Gottheit ersetzt werden.

Lenken wir unsere Aufmerksamkeit auf das Wort Universalplan, dann erinnern wir uns daran, dass die kommende Weltregierung, um regieren zu können, auch alle Religionen vereint haben muss. Oben begegnet uns wieder das Wort Toleranz. Dieses Wort hatten wir vorhin ja schon. Und wir hatten festgestellt, dass dieses Wort sich in seiner Interpretation geändert hat. Ich kann mir nun aber nicht vorstellen, dass sich das Christentum in seiner Originalität und ohne Verfälschung, mit den Zielen der UNESCO oder der UNO vereinbaren lässt.

Aber es fängt ja immer schon im Kleinen an. Schauen wir uns einmal unsere „Europäische Union“ an, in der wir leben.

Die Europäische Union

Zurzeit wird ja an der EU-Verfassung gearbeitet und Lothar Gassmann fragt mit Recht:
„Kommt die Diktatur Europa? Kommt eine Verfolgung bibeltreuer Christen?“ Im Gegensatz zum deutschen Grundgesetz, kommt Gott in der EU-Verfassung überhaupt nicht mehr vor. Dort liest man etwas von Nichtdiskriminierung, Toleranz, Gerechtigkeit, Solidarität und die Gleichheit von Frauen und Männern.

Diskriminierung, im Sinne von verächtlich machen, bedeutet konkret, dass wenn man sagt, dass Homosexualität Sünde ist, das man dann deswegen schon bestraft werden kann. In Südafrika passierte es bereits, dass ein homosexueller Mitarbeiter aus der Kirche entlassen wurde. Darauf hat der oberste Gerichtshof in Pretoria die Kirche verdonnert, 7700 € Schmerzensgeld an ihn zu bezahlen.
Oder ich bezeuge gegenüber einem Buddhisten, dass Jesus Christus der alleinige Weg zu Gott ist. Dann kann er sich bereits schon wegen seiner Religionszugehörigkeit, diskriminiert fühlen.

In Schweden kann ich schon wegen weltanschaulicher oder religiöser Diskriminierung bereits zu vier Jahren Haft bekommen und wenn der Europäische Haftbefehl in Kraft tritt, dann kann ich für eine falsche Äußerung hier in Deutschland bereits schon in Schweden angeklagt werden.
Hinter der Gleichheit von Frauen und Männern (man beachte den Unterschied zwischen
Gleichheit und Gleichberechtigung) steckt der Genderismus.

Lothar Gassmann schreibt in seiner Homepage:

Genderismus (engl. Gender Mainstreaming) stellt das autonom bestimmte Geschlecht (lat. genus) gegen das von Gott vorgegebene biologische Geschlecht (griech. sexos). Genderismus ist der vom radikalen Feminismus und Neomarxismus angestoßene, selbstüberhebliche Versuch, das Geschlecht selber zu bestimmen - mit allen Folgen von der Veränderung der Kleidung bis hin zur operativen Geschlechtsumwandlung. Genderismus besitzt konsequenterweise besonders in der Homosexuellen- und Lesbenbewegung seine Verankerung. Aus biblischer Sicht ist Genderismus Sünde und zum Scheitern verurteilt. Und dies soll einer der entscheidenden Grundwerte der EU sein, an dem alles andere gemessen wird! (8)
Hauptverfasser dieser EU-Verfassung ist Valéry Giscard d'Estaing, ein Freimaurer in einem der höchsten Grade. Und diese sind laut Walter Veith „Luziferer“, die ganz bewusst Luzifer dienen und die Weltregierung herbeiführen wollen. Pof. Dr. Walter Veith ist Professor für Zoologie, kommt aus Südafrika und hält seit seiner Bekehrung evanglikale Vorträge über Schöpfung und Bibelforschung. Außerdem befasst er sich mit gegenwärtigen religiösen und gesellschaftlichen Entwicklungen und bewertet diese anhand der biblischen Prophetie.

In Artikel 21, Abschnitt H der EU-Verfassung, ist das Ziel deutlich erklärt, eine Weltordnung zu fördern.

Die bisherige Freiheit, die wir als Christen genießen durften, kann sehr schnell vorbei sein.
Dann ist nichts mehr mit Missionieren auf der Straße. Und manch Einer wird verzweifelt sein, weil er die kostbare Zeit nicht nutzte.


Der moralische Zerfall

Wenn wir uns die Götterkulte der Antike betrachten, dann gab es immer irgendwo einen Teil, sei es zum Beispiel bei einem Fruchtbarkeitsritus, wo die sexuellen Ausschweifungen eine Hauptrolle einnahmen. Walter Veith nennt dies „einen luziferischen Kult“. Nach seinen Informationen sind auch alle Freimaurer mit den höchsten Graden „Luziferer“.
Sie dienen also ganz bewusst Luzifer. Und so sollte es uns nicht wundern, wenn die von Satan entstellte Sexualität ganz bewusst und gezielt verbreitet wird.

Der Sexualtrieb ist ein starker Trieb, den Satan gerne für sich ausnutzen möchte. Und so ist unsere Gesellschaft schon extrem weit abgerutscht. Wenn man ein wenig wach ist, dann fällt einem auf, dass ein großer Teil der Werbung mit sexuellen Komponenten und Andeutungen bespickt ist. Oder die Szenen in Filmen werden immer freizügiger, bis hin zu der Serie „Californication“ (das engl. Wort Fornication = Unzucht, ist darin enthalten), wo Sex zur Problemlösung herangezogen wird.

Sexualität außerhalb, der von Gott gegebenen Richtlinien, führt, abgesehen von den vielen Krankheiten, über kurz oder lang zu schlimmen und zerrütteten Lebensverhältnissen. Aber das möchte man gerne fördern.

Daher möchte ich gerne folgende Fakten von Lothar Gassmanns Homepage mit hinein
nehmen, wofür ich ihm dankbar bin:

Die Ziele der Homosexuellen-Bewegung

Janet L. Folger hat im Jahr 2005 in den USA ein bemerkenswertes Buch veröffentlicht mit dem Titel: "The Criminalization of Christianity". "Read this, before it becomes illegal!", ist der Untertitel. Zu Deutsch: „Die Kriminalisierung des Christentums“. „Lesen Sie dieses Buch, bevor es illegal (ungesetzlich) wird!“ Sie schreibt darin: „Das letztendliche Ziel der Homosexuellen-Bewegung ist die Kriminalisierung des Christentums.“ Auf Seite 82 und 83 veröffentlicht sie die weltweit propagierte Homosexuellen-Agenda, die bereits am 25. April 1993 bei einem "Gay Pride March" - das heißt zu Deutsch etwa "Schwulen-Stolz-Marsch" - in Washington D.C. ganz offiziell verabschiedet wurde. Darin heißt es:

  1. „Alle Sodomiegesetze sollen aufgehoben und alle Formen von sexueller Ausdrucksweise, einschließlich Pädophilie (Kinderschändung; L.G.), legalisiert werden.“
  2. „Die Verteidigungshaushaltsgelder sollen umgewandelt werden, um Aidspatienten medizinische Versorgung zu ermöglichen.“ Das mag ja noch akzeptabel sein. Aber dannheißt es auch: „…um Geschlechtsumwandlungs-operationen vorzunehmen.“ Vor einigerZeit hat sich z.B. in den USA eine methodistische „Pastorin“ umwandeln lassen in einen„Pastor“.
  3. „Die gleichgeschlechtliche Ehe und Adoption … soll legalisiert werden.“
  4. „Homosexuelle Erziehungsprogramme sollen auf allen Ebenen der Erziehung, einschließlich Grundschulen, eingeführt oder angeboten werden.“
  5. „Verhütungs- und Abtreibungsdienste sollen verfügbar gemacht werden für alle Personen,unabhängig vom Alter (auch schon für minderjährige Mädchen; L.G.).“
  6. „Steuerzahlermittel sollen eingesetzt werden für künstliche Besamung von Lesben undBisexuellen.“
  7. „Religiös begründete Äußerungen bezüglich Homosexualität sollen verboten werden.“
  8. „Organisationen wie die Pfadfinder sollen dazu gebracht werden, homosexuelle Gruppenführer zu akzeptieren.
(Anm. d. Verf: vieles davon will die deutsche Partei „Die Grünen“ auch).

Wir wollen natürlich dem einzelnen homosexuell empfindenden Menschen seelsorgerlich helfen und beistehen, damit er zur biblischen Orientierung der Heterosexualität findet, die Gott uns schöpfungsgemäß geschenkt hat und wozu Er uns in Seinem Wort anweist. Ich sehe es allerdings als ein Zeichen der endzeitlichen Entwicklung an, dass der „Mensch der Sünde“ sich immer mehr auf den Thron Gottes zu setzen versucht (2. Thess. 2), auch in dieser Form. Und dazu gehört nicht nur dieses: Propagierung sexueller und anderer Unmoral, sondern gleichzeitig wird auch gesagt: Man muss die „Fundamentalisten“ (dazu werden auch bibeltreue Christen gerechnet) mundtot machen bzw. „zähmen“. Dieser Begriff („die Fundamentalisten zähmen“) stammt von Robert Muller, der über 30 Jahre Vizesekretär der Vereinten Nationen gewesen ist. Robert Muller, ein Elsässer, arbeitet seit Langem an dem Projekt einer „Eine-Welt-Regierung“ ("One World Government") und „Eine-Welt-Kirche“ ("One World Church").

„Mein Traum“, sagt er, „ist es, eine riesige Allianz zwischen allen Hauptreligionen dieser Welt und den Vereinten Nationen aufzubauen.“ Muller ist ein typischer New-Age-Denker. Er arbeitet mit den Theosophen in der Blavatskyschen und Besantschen Tradition zusammen an diesem Ziel. Er sagt weiter: „Aber da ist nur ein kleines Problem: das sind diese verdammten Christen (‚damned Christians')“ Und weiter: „Friede wird nur entstehen durch die ‚Zähmung' des Fundamentalismus.“ Er versteht darunter das Christentum, das an der Heiligen Schrift als wortwörtlich inspiriert (jedenfalls im Urtext) festhält. (9)

Kurz bevor Obama zum Präsidenten gewählt wurde, entdeckte ich Mullers Homepage und das er Obama eine Extraseite widmet. Ab dann war klar, das Obama Präsident werden würde. Am 24.11.08 gab es dazu folgende Meldung von Radio Vatikan stammt:

„Der designierte US-Präsident Barack Obama plant, die Rechte Homosexueller in den Vereinigten Staaten zu erweitern. Das hat Obamas Regierungsstab jetzt auf seiner offiziellen Internetseite bekannt gegeben. So will Obama künftig gleichgeschlechtliche Paare rechtlich mit verheirateten heterosexuellen Paaren gleichstellen und sich auch um vereinfachte Adoptionsverfahren für gleichgeschlechtliche Paare bemühen. Dadurch wolle Obama das Grundrecht auf Gleichberechtigung allen Bürgern zusichern, so die Website. Auch sollten
Gewalttätigkeiten gegen Homosexuelle härter bestraft werden. Weiter hat Obama Ellen Moran zur Leiterin der Kommunikationsabteilung im Weißen Haus ernannt. Damit habe er eine starke Befürworterin der Legalisierung von Abtreibungen zur Stabschefin berufen, urteilte die katholische Nachrichtenagentur CNA.“

Obama will auch jegliche Einschränkungen, die zurzeit noch das Recht auf Abtreibung
begrenzen, durch ein Bundesgesetz aufzuheben. Obamas spiritueller Mentor ist Pastor Jeremiah Wright, der Aufsichtsrat in der „United Church of Christ“ (Vereinte Kirche Christi) war. Diese befürwortet seit über 30 Jahren nahezu uneingeschränkt das Recht auf Abtreibung. Und seit dem 04. Juli 2005 spricht sie sich dafür aus, dass gleichgeschlechtliche Paare das Recht zu heiraten erhalten sollten.
Die „United Church of Christ“ ist Mitglied des Weltkirchenrats und hat rund 5.633
Kirchengemeinden mit 1,2 Millionen Kirchenmitglieder. Damit dürfen wir dann gespannt sein wie es weitergeht und wir kommen damit zum nächsten Punkt:


Die religiöse Komponente

Religion spielt eine bedeutende Rolle bei den meisten Menschen und daher wird der
Antichrist darum bemüht sein, eine Weltreligion zu schaffen.
Bei dieser Erschaffung der Weltreligion, spielt die Weltökumene eine Hauptrolle und
Christen müssen sich zwischen ihr und dem Leib Christi entscheiden. Der Dialog der
Religionen ist im vollen Gang, wobei das Christentum eine Transformation erfahren soll.

Nun gibt es im Christentum, deutliche Differenzen zwischen den Denominationen.
Diese Differenzen gilt es nun abzubauen. Der Leib Christi besteht aus echten Christen, die man in den verschiedensten Kirchen findet. Diese Einheit ist kein Menschenwerk, sondern die des Heiligen Geistes, der in den einzelnen Gläubigen individuell wirkt, und Jesus Christus ist das Oberhaupt, der möchte, dass wir auf biblischer Basis zusammen arbeiten.
Pastor Busch hat dies einmal mit einer Blumenwiese verglichen.

Die christliche Ökumene hingegen ist ein künstlicher, von Menschen geschaffener
Zusammenschluss auf Kosten der elementaren Wahrheit wie z.B. die Errettung.
Und während die christliche Kirche, einen Zusammenschluss mit anderen Religionen
anstrebt, müssen auch die Schranken innerhalb der christlichen Kirche auf unbiblische Weise fallen.
Es wird dabei auf eine Scheidung hinaus laufen.
Auf der einen Seite, werden bibelfeste Christen bleiben und auf der anderen Seite werden Christen in den Sog der Ökumene gezogen, bis hin zur großen globalen religiösen Verbindung.

Dave Hunt berichtet in seinem Buch „Die Frau und das Tier“:

Das wohl bedeutsamste Ereignis der Kirchengeschichte der vergangenen 500 Jahre geschah als Fait accompli am 29. März 1994. An diesem Tag unterzeichneten führende amerikanische Evangelikale und Katholiken eine gemeinsame Erklärung mit der Bezeichnung „Evangelikale und Katholiken zusammen: die Christliche Mission im dritten Jahrtausend“. Dieses Dokument hat tatsächlich die Reformation umgestürzt und wird in den kommenden Jahren zweifellos weitreichende Rückwirkungen auf die christliche Welt haben. Diese überraschende Entwicklung war der Höhepunkt sorgfältiger Planung und Verhandlungen während der vergangenen zwei Jahre. Jeder einzelne Schritt wurde ständig vom Vatikan überwacht und gebilligt....
Das 25seitige Dokument gesteht zwar kompromisslos ein, dass einige wichtige Unterschiede bestehen (wie z.B. die Bedeutung der Taufe und die Autorität der Bibel). Der allerwichtigste Unterschied aber – was es heißt, ein Christ zu sein – bleibt leider unbeachtet. Die Existenz eines solchen Unterschieds wird sogar geleugnet. Dieser Kompromiss zum Evangelium liegt also dem Abkommen zugrunde. Das Schlüsselelement hinter diesem historischen Zusammenschluss ist das zuvor undenkbare Zugeständnis seitens der führenden Evangelikalen, dass ein Mensch durch aktive Teilnahme an der katholischen Kirche zum Christ werde. Wenn das tatsächlich der Fall ist, dann war die Reformation ein tragischer Irrtum. Die Millionen, die wegen ihrer deutlichen Ablehnung des falschen Evangeliums des Katholizismus verfolgt und umgebracht wurden (im Laufe der tausend Jahre vor der Reformation und seitdem bis in die heutige Zeit), wären dann alle vergebens gestorben. Hatten die Reformatoren jedoch recht, dann könnte diese neue Übereinkunft zwischen Katholiken und Evangelikalen in der gesamten Kirchengeschichte sehr wohl den geschicktesten und gefährlichsten Schlag gegen das Evangelium darstellen. (11)

Wie kriege ich Christen dazu, dass sie mit in den Sog gelangen? Ich habe einmal den Satz gehört, dass die Hölle mit religiösen Menschen voll sein wird, die Kompromisse geschlossen haben.


Zwei weitere Kompromisse
Die erste Form des Kompromisses haben wir schon oben gesehen. Es werden biblische
Wahrheiten einfach ignoriert und als „nicht so wichtig“ beiseite gelegt. Als nächstes beobachte ich die Akzeptanz von esoterischen Formen und deren Vermischung mit Christentum. Vor vielen Jahren habe ich einen französischen Christen getroffen, der in Paris mit den Verantwortlichen des CVJM in Streit geriet, weil diese Yoga einführten.

Die katholische Kirche hat kein Problem Yoga, Tai Chi, QiGong, Transzendentale Meditation und vieles andere mehr einzuführen und zu dulden. Und im evangelikalen Bereich wird bereits schon für katholische Priester geworben, die die Kontemplation lehren. Eine christliche Meditation, die von Ignatius von Loyola entwickelt wurde. Loyola ist Gründer des Jesuitenordens, der ein wichtiger Träger der Gegenreformation wurde.
Die Kontemplation im evangelikalen Lager salonfähig zu machen, bedeutet sich ein
Kuckucksei ins Nest zu holen.


Medien und Esoterik
Und auch hier spielen wieder die Medien eine weitere große Rolle. Ich beobachte z.B. immer mehr, dass man Menschen in zufriedener Yoga-Haltung auf Plakaten oder in der Werbung zu sehen sind. Die Esoterik in ihren verschiedenen Formen wird als Bestandteil des Lebens in die Gesellschaft hinein integriert, bis keiner mehr fragt woher was eigentlich kommt.

Der weitere Punkt, den ich ansprechen muss, hat etwas mit dem ersten Kompromiss zu tun.

Die Veränderung des Wortes Gottes
Das etwas an der Feministenbibel faul ist (wir haben dort nicht mehr einen Gott, sondern eine Göttin) oder an der Volxbibel (der Kontext wird verdreht oder unser Herr Jesus wird mit Reaktionen beschrieben, die sündiger Natur sind wie: Mt 16,23: Jesus war plötzlich super genervt und schrie in Richtung Petrus...), dass liest man sofort.
Jetzt werden vielleicht ein paar Leute Protest erheben und sagen, dass die Volxbibel, eine Bibel für Jugendliche zum besseren Verständnis ist. Wie eine Kinderbibel ist sie ein Erzählbuch. Aber das wirklich heilige Wort Gottes nach 2.Tim.3, 16 ist sie es nicht.

Aber es gibt Bibelübersetzungen, da muss man schon genauer hinschauen, den Kontext beachten und die Bibel in ihrer Gesamtheit sehr gut kennen.

Es wird die Zeit kommen, da wird es darum gehen, ob ich Abstriche vom Wort Gottes mache, oder ob ich das Wort Gottes in seiner gesamten Fülle ernst nehme, auch wenn ich als gefährlicher Fundamentalist dastehen werde. Die evangelikalen Christen, die die Bibel, wenn auch nur zum Teil, nicht mehr wortwörtlich nehmen, werden in den Sog des Synkretismus geraten und dort gefangen werden.

Warum so hart und kompromisslos?
Gottes Wort ist heilig, und wir lesen selbst, dass der Herr es nicht duldet, dass sein Wort verfälscht wird. Offenbarung 22, 18+19 macht dies sehr deutlich. Sowie 5.Mose 4,2; 13,1; Spr.30,6 und Jer.26,2.

Wie würden Sie sich denn fühlen, wenn Sie an einen geliebten Menschen einen Brief
schreiben, den Sie heiraten möchten, mit den Worten „Ich liebe Dich“ und dann kommt
Jemand daher und verändert den Satz in „Ich habe Dich gern“.

Oder denken wir an die Frösche und das Thermometer zurück. Wenn das Thermometer
manipuliert werden würde, hätten auch die Frösche Schwierigkeiten, die ablesen könnten.

Rudolf Ebertshäuser vom ESRA-Schriftendienst schreibt bezüglich der Textgrundlage:

Wir finden heute zwei verschiedene Arten von Bibeln mit unterschiedlicher Textgrundlage:
auf der einen Seite die Bibeln mit dem überlieferten Text, die Bibeln der Reformation, der Täufer und der Erweckungsbewegung, die im AT auf dem hebräischen Masoretischen Text und im NT auf dem griechischen Textus Receptus beruhen. Dazu zählen die berühmte King- James-Bibel, die spanische Reina-Valera, die italienische Diodati, die holländische Statenvertaling und viele andere mehr; im deutschen Sprachraum sind dies vor allem die Luther-Bibel bis 1912, die alte Zürcher Bibel vor 1931 und die neu revidierte Schlachterbibel 2000.
Auf der anderen Seite finden sich die „textkritischen“ Bibeln. Sie beruhen auf Grundtexten, die von der wissenschaftlichen „Textkritik“ zusammengestellt wurden und sich im AT wie im NT von den reformatorischen Texten unter-scheiden. Dazu zählen die Lutherrevisionen 1956 und 1984, die Zürcher Bibel 1931, die Menge-Bibel, die Revidierte Elberfelder Bibel, die Ökumenische Einheitsübersetzung, die Gute Nachricht und Hoffnung für alle, die Neue Genfer Übersetzung, Neues Leben u.a. Eine Zwischenstellung nehmen die Schlachterbibel 1905/51 und die unrevidierte Elberfelder Bibel 1871/1905 ein. (12)

Diese „textkritischen“ Bibeln beruhen auf der Grundlage des Nestle-Aland-Textes, der eine ganz andere Basis hat wie der Textus Receptus und heute der ökumenische Welteinheitstext ist. Auf die detaillierte Entstehung einzugehen würde ebenfalls hier den Rahmen sprengen. Ich möchte aber kurze Auszüge aus „Der Grundtext der Bibel – Heft 3“ zitieren, die für sich selbst sprechen:

„Nicht ohne Stolz vermerken Kurt und Barbara Aland, „dass wir es bei dem neuen Text (...) faktisch mit einem neuen Textus receptus zu tun haben“ (S.45/46). „Es handelt sich hierbei ja nicht um einen beliebigen Text, sondern um die Grundlage für die Auslegung des Neuen Testaments durch die Theologen aller Konfessionen und Denominationen in aller Welt. Dazu kommt, dass dieser griechische Text die Basis für alle neuen Übersetzungen bzw. die Revision aller bereits vorliegenden Übersetzungen in die modernen Landessprachen abgibt, d.h. nun wirklich die Grundlage für die Glaubensaussage der gesamten Christenheit darstellt.“ (S. 44/45; Hv. RE)...Die Gegenleistung dafür war die ständige Mitarbeit eines Vertreters der Katholischen Kirche im Herausgeberkreis des Nestle-Aland-Textes. Es sollte noch mehr nachdenklich stimmen, dass die Katholische Kirche diesen neu-alexandrinischen Text als so wichtig und nützlich für ihre Interessen ansah, dass sie sogar die ehrwürdige Vulgata, die ja bis heute die Richtschnur für Lehre und Glauben der Katholiken darstellt, revidierte und auf den NA-Text umstellte (die Nova Vulgata erschien 1979).“ (13)
Wir können uns nur sehr wenige Bibelstellen anschauen die verändert wurden, weil es
wirklich viele sind. Und es gibt viele Bibelstellen die stark ins Detail gehen. Die habe ich
nicht mit hinein genommen, da dies eine längere Erklärung bräuchte. Aber die wenigen sind einleuchtend und kundige Bibelleser sollten durchblicken.

Wie bei Johannes 16, 16. Dort heißt es bei den neuen Übersetzungen:
"Es dauert nur noch ein wenig, dann werdet ihr mich nicht mehr sehen. Doch eine Weile danach werdet ihr mich wieder sehen." (NEU)

So alleine macht das keinen Sinn, denn Jesus spielt hier kein Verstecken. Erst durch den Satz
„...denn ich gehe zum Vater“ (Schlachter 2000) macht dieser Satz Sinn.
Vers 17 (auch in der NEU) bestätigt dies aus Vers 16 am Ende, wo es heißt „...'Und was bedeutet: Ich gehe zum Vater'?“

Bevor es hier weitergeht, muss ich noch einen Informationseinschub in einer ganz anderen Richtung machen, was aber für die Gesamtbetrachtung nicht unerheblich macht.

Dafür möchte ich zuerst Doreen Irvin, eine ehemalige Königin der Schwarzen Hexen
zitieren:
„Schwarze Hexen und Satanisten glauben, dass in dem großen Kampf zwischen dem Guten und dem Bösen das Böse schließlich siegen wird. Sie glauben, dass Luzifer eines Tages Jesus Christus besiegen und seinen „rechtmäßigen Platz“ wieder einnehmen wird. Sie glauben fest daran, dass Satan auf dem Land, dem Meer und im Himmel herrschen wird.“ (14)

Aus diesem Blickwinkel heraus macht vieles, was auf dieser Erde passiert und was die
Verfälschung von vielen Versen angeht natürlich Sinn, wo die Gottheit Jesu geleugnet wird. Letztendlich ist es eine riesige, jahrhundertlange Transformation und das Einstimmen der Menschheit darauf, Luzifer als ihren Herrn zu empfangen. Denn mittlerweile wissen wir ja, dass ja noch andere Kulte und Organisationen an Luzifer als ihren Gott glauben.

Kommen wir nun zu den weiteren Verfälschungen.

Die Verfälschung der biblischen Lehre von der Taufe:
In folgenden Bibelstellen in der „Hoffnung für alle“; „Gute Nachricht“ und „Neues Leben“ sind die Bibelstellen so gedreht worden, als würde man durch das Sakrament der Wassertaufe gerettet: 1.Kor. 12,13; Gal. 3,27; Eph. 5,26; Kol. 2,12; 1.Pt. 3,20-21.

In Markus 2,17 fehlt die Endung „zur Buße“. Siehe:
„...Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu berufen, sondern Sünder zur Buße.“ (Schlachter)
„...Ich bin nicht 3756 gekommen 2064, Gerechte 1342 zu rufen 2564, sondern 235 Sünder 268 1519 3341.“ Alte Elberfelder 1871 mit Strong

Sehen Sie es auch? In der Alten Elberfelder 1871 mit Strong stehen nur noch die letzten beiden Nummern „1519“ und „3341“ da.

Strong Nummern sind dafür gedacht, dass man in einem Griechisch-Deutsch Wörterbuch nach der ursprünglichen griechischen Bedeutung des jeweiligen Wortes nachschlagen kann. Das Wort „Sünder“ mit seiner Nummer „268“ steht zuletzt dort. Die letzten beiden Wörter, passend zu den Nummern, fehlen.
Man wird als Sünder gerufen. Aber Buße braucht man wohl keine mehr machen.


Weglassung von Prophetien
Mark.15,28 komplett weg Math.27, 35 „damit erfüllt würde, was durch den Propheten gesagt ist: »Sie haben meine Kleider unter sich geteilt, und das Los über mein Gewand geworfen“ fehlt Mark.13, 14 "von dem durch den Propheten Daniel geredet wurde" fehlt.


Leugnung der Jungfrauengeburt
Math.1, 25 wurde verändert von „ihren ersten Sohn“, zu „einen Sohn“ Jesaja 7, 14 aus der „Jungfrau“ wurde eine „junge Frau“.

Wenn es keine Jungfrauengeburt mehr gab, dann ist Jesus auch nicht göttlicher Natur.

Aber wer das wohl geändert hat?
Die meisten Katholiken glauben doch an eine „Jungfrau Maria“, die für uns im Himmel vor ihren Sohn eintritt.


Leugnung der Gottheit Jesu Christi
Math.13, 51, 1.Kor.15,47 Das Wort „Herr“ fehlt Eph.3, 9 „durch Jesus Christus“ fehlt
1. Tim. 3, 16 aus „Gott“ wurde „Er“ oder „der“. Offb.1, 11 „Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte!“ weggelassen


Werksgerechtigkeit
Math.5, 20 „Wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit
übertrifft,...“
„Eure Gerechtigkeit“ wird verdreht in „wenn ihr seinen Willen nicht besser erfüllt“, „wenn ihr nicht mehr aufweisen könnt“ oder „Wenn ihr das Gesetz Gottes nicht besser erfüllt“.
Damit kommen wir zur Werksgerechtigkeit.
Die Pharisäer stützen sich auf die Forderungen des Gesetzes, waren auf äußeren Gehorsam ausgerichtet, aber innerlich sah es anders aus. Christen sind zur inwendigen Heiligkeit berufen. Durch Glauben sind Christen gerechtfertigt (Röm.4, 5).


Abendmahl
1.Kor.11, 24 „Nehmt, esst!“ und „gebrochen“ weggelassen
1.Kor.11, 29 „unwürdig“ und „des Herrn“ weggelassen


Wichtige Stellen im Alten Testament
Die tiefere Bedeutung bei folgenden Bibelstellen wurde bei der „Hoffnung für Alle“ und
„Gute Nachricht verändert:
1. Mose 3,4-5; 1. Mose 15,6; 2. Mose 3,14; Richter 19,2; Sacharja 13,6; Maleachi 3,20;


Weitere Veränderungen
Matth.18, 11 „Denn der Sohn des Menschen ist gekommen, um das Verlorene zu retten.“ fehlt
Math.20, 16 „Denn viele sind berufen, aber wenige auserwählt" fehlt
Math.25, 13 „in welcher der Sohn des Menschen kommen wird" fehlt


Mark. 6,11 „Es wird Sodoma und Gomorra erträglicher gehen am Tag des Gerichts als
jener Stadt!“ fehlt
Mark. 10, 21 „nimm das Kreuz auf Dich“ fehlt

Lukas 4,4 „sondern von einem jeglichen Wort Gottes“ fehlt
Lukas 9,56 „Denn der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um die Seelen der
Menschen zu verderben, sondern zu erretten!“ fehlt

Joh.17, 17 Hier ist die Heiligung weggelassen worden
Röm.1, 16 „von Christus“ fehlt
1.Kor.10, 28 „denn »dem Herrn gehört die Erde und was sie erfüllt«“ fehlt
Anmerkung: Der Satan will ja die Erde für sich
Offb.14, 5 „vor dem Thron Gottes" weggelassen“


Meine Intention ist nicht, dass wir jetzt anfangen, gegen die Geschwister zu hetzen, die für sich eine bestimmte Bibelversion entdeckt haben. Aber es gibt schon heilsrelevante Bibelstellen, die entschieden etwas ganz anderes aussagen. Wir müssen in Liebe zum Wort und zu den anderen Geschwistern drauf hinweisen. So wie Kain „Soll ich meines Bruders Hüter sein?“ dürfen wir nicht anfangen zu fragen.

Wir haben also eine ökumenische Gleichstellung, die mit dem Leib Christie nichts mehr zu tun hat. Denn bei der unbiblischen Ökumene haben wir eine Einheit auf Kosten der
bibelfundamentalen Wahrheit. Wie bei dem Froschexperiment, werden langsam Stellen verändert, ohne das die Menschen etwas merken. Kleine Veränderungen im Gesamten bringen mit der Zeit eine große Veränderung hervor.


V. Kenntnisse über die Prophezeiungen
„…das er zuvor verheißen hat in
heiligen Schriften durch seine
Propheten [nämlich das
Evangelium] von seinem Sohn, der
hervorgegangen ist aus dem
Samen Davids nach dem Fleisch.“
Römerbrief 1,2


Bevor Paulus in Vers 18 auf die Gottlosigkeit zu sprechen kommt schreibt er in Vers 2
zunächst, dass das Evangelium durch die Propheten verheißen wurde. Wir sollten nicht nur mit unseren Kindern darüber reden, dass wir einen lebendigen Gott haben und dass Jesus nicht nur irgendein guter Lehrer war, sondern der verheißene Erlöser.
Auch die Prophezeiungen im Alten- und Neuen Testament sind wichtig. Und bezüglich des Evangeliums ist das Alte Testament voll von Prophezeiungen, die alle erfüllt wurden.

Avi Snyder, der Gründer von „Juden für Jesus e.V., schrieb einmal, als er Christ geworden war, erzählte er überall seinen Landsleuten davon, was Jesus für ihn getan hat. Aber er eckte damit nur an und erreichte überhaupt nichts. Eher das Gegenteil war der Fall. Dann fing er damit an, dass er gegenüber seinen Landsleuten Jesus als den Messias begründete und die Prophetien des Alten Testamentes dazu heranzog.
Das wirkte und Jesus war nicht mehr der gute Lehrer oder nur irgendein Prophet.


Roger Liebi schreibt in seinem Buch „Der verheißene Erlöser“:

„Die Prophezeiungen auf den ,triumphierenden Messias’ sind noch zukünftig, jene auf den  ,leidenden Messias’ jedoch haben sich in der Vergangenheit vollständig erfüllt. Es handelt sich dabei um 330 erstaunlich genaue und äußerst differenzierte Prophezeiungen. Im Folgenden soll geschichtlich beweiskräftig belegt werden, dass sie sich in dem historischen Jesus von Nazareth wortwörtlich erfüllt haben.“ (15)
Und Andreas Lindner schreibt im Vorwort des Buchs von William MacDonald „Nichts für
schwache Nerven“:

„Der Wissenschaftler Peter Stoner hat in seinem Buch »Science Speaks« dargelegt, wie hoch die mathematische Wahrscheinlichkeit ist, dass sich auch nur acht der Prophezeiungen im Leben eines Menschen erfüllen: »... Wir sehen also, dass die Chance der Erfüllung aller acht Prophezeiungen in einem beliebigen Menschen 1:10 ist.« Stoner vergleicht damit die Menge der Dollarmünzen, die man braucht, um den Staat Texas 60 cm tief zuzudecken. Eine Münze wird markiert und mit den anderen vermischt. Dann erhält ein Blinder den Auftrag, Texas zu durchwandern und eine Münze zu ziehen. Die Chance, dass er die markierte Münze zieht ist die gleiche, als wenn alle acht Voraussagen über Christus sich im Leben einer Person erfüllen. Die Zuverlässigkeit der Voraussagen der Bibel hat sich also erwiesen. Da die Voraussagen über die Vergangenheit schon eingetroffen sind, liegt es nahe, dass sich auch die über die Zukunft noch erfüllen werden. Deshalb soll die Heilige Schrift auch eine
Richtlinie in Sachen Zukunft sein.“ (16)


Dies ist von grundlegender Wichtigkeit für die Zukunft. Denn wenn sich die Prophetien auf den „leidenden Messias“ erfüllt haben, dann werden sie sich auch auf den „triumphierenden Messias“ erfüllen. Dann werden die Hauptverantwortlichen für die kommende Weltregierung, einschließlich der Teufel, machen was sie wollen. Im Endeffekt werden Jesus Christus und diejenigen, die sich zu IHM als sein Volk gehalten haben, siegreich hervorgehen.

In Lukas Kapitel 21, Vers 28 sagte Jesus:
„Wenn aber dies anfängt zu geschehen, so lasst die Köpfe hängen…“
Nein! Natürlich sagte er das nicht. Er sagte: „so richtet euch auf und erhebt eure Häupter, weil eure Erlösung naht.“

Es ist ja schön wenn wir Christen unsere Häupter erheben können. Aber was ist mit den anderen Menschen und vor allen Dingen mit unseren Kindern? Ohne unseren Kindern Angst einzujagen, sollten wir mit ihnen nicht nur die Prophetien der
jüngsten Ereignisse durchgehen, sondern auch die der zukünftigen und was sich vor Kurzem ereignet hat, wie z.B. die Wiederherstellung des Staates Israel.


VI. Die große Tragweite der Auferstehung Jesu
Nachdem Paulus über die Prophezeiungen schrieb, kommt er in Kapitel 1,Vers 4 des
Römerbriefes über die Auferstehung Jesu zu sprechen.

In 1.Kor.15, 12-26 widmet sich Paulus ganze Verse dieser wunderbaren Tatsache der
Auferstehung:
"Wenn aber Christus verkündigt wird, dass er aus den Toten auferstanden ist, wieso sagen denn etliche unter euch, es gebe keine Auferstehung der Toten? Wenn es wirklich keine Auferstehung der Toten gibt, so ist auch Christus nicht auferstanden! Wenn aber Christus nicht auferstanden ist, so ist unsere Verkündigung vergeblich, und vergeblich auch euer Glaube! Wir werden aber auch als falsche Zeugen Gottes erfunden, weil wir von Gott bezeugt haben, dass er Christus auferweckt hat, während er ihn doch nicht auferweckt hat, wenn wirklich Tote nicht auferweckt werden! Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, so ist auch Christus nicht auferweckt worden. Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden; dann sind auch die in Christus Entschlafenen verloren. Wenn wir nur in diesem Leben auf Christus hoffen, so sind wir die elendsten unter allen Menschen! Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt; er ist der Erstling der Entschlafenen geworden. Denn weil der Tod durch einen Menschen kam, so kommt auch die Auferstehung der Toten durch einen Menschen; denn gleichwie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden. Ein jeder aber in seiner Ordnung: Als Erstling Christus; danach die, welche Christus angehören, bei seiner Wiederkunft; danach das Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, wenn er jede Herrschaft, Gewalt und Macht beseitigt hat. Denn er muss herrschen, bis er alle Feinde unter seine Füße gelegt hat. Als letzter Feind wird der Tod beseitigt. "

Dies ist von elementarer Wichtigkeit für uns und für die Zukunft. Für diese sichtbare Welt in der wir noch leben und für die unsichtbare ewige Welt. Schauen wir uns doch einmal die wichtigsten Punkt an.

Was wenn Christus nicht auferstanden wäre?
  • Dann können wir unser ganzes Leben als Christen aufgeben. Denn für Christus lebe ich nicht mehr in dieser Welt, mit ihren Vergnügungen und Eigenheiten.
  • Meine Sünden sind nicht vergeben, und folglich bin ich dem Gericht Gottes und der Hölle verfallen.
  • Unser Zeuge-Sein und unser Auftrag für die Erde sind hinfällig und jeder Diener Christi,der sich für das Reich Gottes einsetzt, verschwendet nur seine Zeit (außer die falschen Propheten, die ihr Geld auf Kosten leichtgläubiger Menschen anhäufen).
  • Wir leben umsonst auf die Ewigkeit hin und wenn wir sterben, dann war es das auchschon.

Weil aber Christus auferstanden ist
  • werden wir in Christus lebendig gemacht
  • wird Jesus Christus alle Feinde (die wichtigsten sind Tod und Teufel) besiegen
  • lohnt es sich konsequent für Christus und Seine Ziele zu leben

Die eine Perspektive ist ohne Hoffnung. Die andere Perspektive ist mit Hoffnung.

Und jetzt kommt die entscheidende Frage: Leben wir als Eltern, oder als Christen generell unser Leben so, als wäre Jesus nicht auferstanden oder leben wir es so, dass es auch so herüber kommt, dass wir einem lebendigen Gott dienen?

Gerade unsere Kinder werden sehen, ob unser Glaube lebendig ist und wie wir im Alltag damit leben.
  • Sie werden erkennen, ob wir damit rechnen, dass der Auferstandene mit uns ist und ob wir mit Seiner Wiederkunft rechnen oder nicht.
  • Sie werden sehen, ob der Glaube wirklich funktioniert, denn wenn Jesus wirklich auferstanden ist, dann versteckt sich unser Herr nicht, sondern Er möchte mit uns Gemeinschaft haben und uns führen und leiten, wenn wir Ihm nachfolgen.
  • Sie werden sehen, welche Prioritäten für mich im Leben wichtig sind.
Ich weiß von einer jungen Frau die im christlichen Umfeld aufgewachsen ist, alles dadurch kennt und trotzdem vom Christentum nichts mehr wissen will. Die Eltern waren nur am Sonntag fromm, wenn es in die Kirche ging. Aber vom Christsein ihrer Eltern hat sie unterhalb der Woche nichts gesehen.

Nachdem ich mir einige Gedanken gemacht habe, warum so viel Christen gegenüber dem Generalauftrag Gottes und den Problemen und Nöten der anderen Menschen gleichgültig sind (oder gleichgültig verhalten), glaube ich zwei Gründe dafür zu erkennen:
  1. Ich habe nun Jesus in mein Leben aufgenommen, oder auch integriert und „habe Ihn nun in meiner Tasche“ und freue mich auf den Himmel.
  2. Ich will so gut es geht noch dieses Leben genießen, oder soviel es geht noch mitnehmen und möglichst nicht viele Erdenfreuden verpassen, soweit es mir als Christ zusteht, ohne dass ich mit der Welt konform werde.

Zu Punkt 1 werden wir noch in einer der nächsten Kapitel zu sprechen kommen.

Punkt 2 ist vielleicht nicht geistlich tödlich für mich wie Punkt 1, kann es aber durchaus für Andere werden und es bringt mich um einige Ehrungen beim Preisgericht (2.Korinther 5,10).

John MacArthur schreibt in seinem Buch „The Glory of Heaven“:

“Frankly, most North American Christians have things so good right here in this world that they don’t really know what it is to long for heaven. God has blessed us with an abundance of earthly comforts-more than any prior generation in history. There is a danger that we become so comfortable in this life that we forget we are but strangers and pilgrims in this world. Like Abraham, we’re supposed to think of ourselves as vagabonds here on earth, looking for a city
with eternal foundations, whose builder and maker is God (Heb.11:10).” (17)
Mit wenigen Worten: Gott hat uns in der westlichen Welt mit einem komfortablen Lebengesegnet, dass wir vergessen, dass wir in dieser Welt nur Fremdlinge und Pilger sind, deren Heimat nicht die Erde ist, sondern der Himmel.

Vor vielen Jahren hat mich eine Filmszene aus „Schindlers Liste“ sehr bewegt. Der Krieg war zu Ende und Oskar Schindler hatte über 1000 Juden dadurch gerettet, dass er sie als Arbeiter gekauft hatte. Bei der Verabschiedung brach er weinend zusammen weil, dass er nicht noch mehr Menschen gerettet hat.
Für das Auto oder die SS-Anstecknadel der Partei hätte er noch ein oder zwei Menschen freikaufen können.
Und noch mehr, wenn er nicht vorher sein Geld mit Partys und Frauen verschleudert hätte.

Wenn mir persönlich der Himmel wichtig ist, dann möchte ich auch, dass andere dorthin
gelangen. Dann beginne ich aufzuhören, um mich selber zu drehen und frage danach, was der auferstandene Herr möchte. Aber dazu muss ich vom Herrn zerbrochen werden.

William MacDonald schreibt in „Zerbrich mich, Herr!“:

„Wenn etwas zerbrochen ist, verliert es im Allgemeinen entweder ganz oder teilweise seinen Wert...Im geistlichen Bereich verhält es sich ganz anders. Zerbrochenes hat in Gottes Augen einen besonderen Wert - insbesondere zerbrochene Menschen... Und so ist es ein Teil Seines wunderbaren Planes für unser Leben, dass wir zerbrochen werden sollen – zerbrochen an Herz, zerbrochen im Geist und selbst zerbrochen an unserem Leib (2. Kor. 4,6-18).“ (18)

 
Ich weiß, dagegen sträubt sich zunächst alles in mir. Mein hochmütiges und stolzes Herz will sich dem nicht beugen. Und doch ist es Gottes guter Plan für mich.

Lesen wir doch einmal in Jeremia Kapitel 18,Verse 3+4:

"Und ich ging in das Haus des Töpfers hinab, und siehe, da fertigte er gerade ein Werkstück auf der Scheibe an. Aber das Gefäß, das er aus Ton machte, verdarb in der Hand des Töpfers. Da fing er von neuem an und machte daraus ein anderes Gefäß, wie es in den Augen des Töpfers richtig war."

Wir sollen zerbrochen werden, damit Er aus uns Gefäße zu Seiner Ehre machen kann und zu jedem guten Dienst bereit. Weitere gute Bibelstellen dazu sind: Psalm 34,18, Psalm 51,17, Jak. 4,6 und 1.Thess.4,4.

MacDonald zeigt auch recht gut die Auswirkungen auf:

Stell dir vor, was es in unserem persönlichen Leben, in der Familie, in der Ortsgemeinde und in der Geschäftswelt bedeuten würde, wenn wir alle so zerbrochen wären wie wir es sein sollten. Für unser eigenes Leben würde es größere Vollmacht, größeres Glück und bessere Gesundheit bedeuten. Die Menschen mit der größten geistlichen Wirkung auf andere sind solche, die mit Christus in Sanftmut und Demut zusammengejocht sind. Sie sind es auch, die Erfüllung und Ruhe im Dienst für Ihn finden. Was in geistlicher Hinsicht gut für uns ist, das ist auch gut für unser körperliches Wohlbefinden. Eine englische Fachzeitschrift für Medizin hat einmal die Feststellung gemacht, dass nicht ein einziges Gewebe des menschlichen Körpers gänzlich vom Geist getrennt sei. Ein bekannter Arzt berichtet von einer Patientin, die monatelang unter Blutarmut litt. Dann verschwand diese Anämie auf sonderbare Weise, und ihr Blut war wieder normal. Nachforschungen ergaben dann, dass sie eine geistliche Krise durchgemacht und schließlich einen schon lange bestehenden Groll begraben hatte. Ja, Zerbrochenheit ist gut für die Gesundheit.... In der örtlichen Versammlung ist Zerbrochenheit der Weg zur Erweckung. Es ist ein stehendes Gebot im geistlichen Bereich, dass die Tränen der Zerbrochenheit das Vorspiel zu wahren Segensgüssen sind. Meist versuchen wir es ja zuerst mit allem anderen – mit neuen Räumlichkeiten, neuen Evangelisationsmethoden, aber Gott wartet auf Umkehr und Demut. Wenn wir Buße tun,  dann fließen die Segensströme. (19)

VII. Gott als den souveränen Schöpfer und Herrn lehren
Auch wenn die Evolutionslehre widerlegt wurde und wissenschaftlich schon lange nicht mehr haltbar ist, so durchdringt sie noch nachhaltig unsere Kultur. Sie ist nicht nur Bestandteil schulischer Fächer, sondern auch Themen in Filmen. Vor kurzem habe ich eine Version von „Die vergessene Welt“ gesehen, in dem die Evolutionstheorie gepriesen wurde und ein Pfarrer als ein vorsintflutlicher Narr hingestellt wurde, dem alle Mittel recht waren, die Entdeckung dieser „Vergessenen Welt“ zu vereiteln, auch wenn es Menschenleben kosten würde, nur damit die Expedition scheitern und die Evolutionstheorie nicht bestätigt werden würde.

Oder am Anfang des Walt Disney Films „Lilo & Stitch“ unterhalten sich Außerirdische über den Planeten Erde, wo alle Millionen Jahre ein Komet auf die Erde trifft, alles Leben zerstört, und das Leben aus dem Wasser erneut anfängt sich zu entwickeln. Von der Amöbe bis zum Menschen.

Warum ist das so, dass die Evolutionstheorie immer noch die kulturellen und
wissenschaftlichen Zweige durchdringt, obwohl sie doch schon längst so ziemlich widerlegt
wurde?

Dr. John MacArthur schreibt dazu in seinem Buch „Der Kampf um den Anfang“:

Nun haben aber zahllose Wissenschaftler die DNS untersucht und die Komplexität und Effizienz bestaunt, mit der sie die Entwicklung eines Lebewesens bestimmt. Trotzdem verwerfen sie schlicht den Gedanken, dass die DNS der Beweis für einen intelligenten Schöpfer ist. Warum? Weil der Glaube an die Evolution eine geistliche, nicht eine intellektuelle Entscheidung darstellt, die sie getroffen haben. Sie haben sich blind dem Zufall ergeben, weil sie vor einem personalen und heiligen Schöpfer nicht moralisch verantwortlich sein wollen. (20)
 
Paulus greift dies in Römer 1,18-20 auf:

Denn es wird geoffenbart Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und
Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit aufhalten, weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, da Gott es ihnen offenbar gemacht hat; denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, so dass sie keine Entschuldigung haben (Hervorhebung durch den Verf.).

Das bedeutet konkret, dass wenn es einen Schöpfer gibt, vor dem man sich einmal
verantworten muss, dann kann man nicht so leben wie man möchte. Und so darf es keinen Gott geben. Und wenn, dann einen Gott, den man sich selbst kreiert, es sei denn man strebt im New Age Sinn danach, selbst zu Gott werden zu wollen.

Wenn es einen Gott gibt, vor dem ich einmal Rechenschaft ablegen muss, dann kann ich nicht mehr so weiterleben wie bisher. Das was die Gesellschaft gerne möchte, wie Homosexualität, sexuelle Freizügigkeit, Abtreibung nach Bedarf, Betrug und so leben wie es ihr gefällt, ist dann nicht mehr möglich. Aber da die Menschen das so haben wollen, darf es einen Gott nicht geben.

Der Europarat hat am 04.10.2007 eine Erklärung mit dem Titel „Gefahren des Kreationismus in der Erziehung“ verabschiedet, worin es wortwörtlich heißt:
„Wenn wir nicht vorsichtig sind, könnte der Kreationismus eine Bedrohung für die Menschenrechte werden“.

Kreationismus ist biblische Schöpfungslehre. Es heißt weiter:
 
„Die Theorie der Evolution ist gegründet auf Fakten. Die Evolutionslehre zu verleugnen kannernsthafte Konsequenzen haben für die Entwicklung unserer Gesellschaften. Der Krieg gegen die Evolutionstheorie und ihre Vertreter gründet sich meistens in Formen von religiösem Extremismus, der eng verbunden ist mit extremen rechtsradikalen politischen Bewegungen“.
Die zuständige Berichterstatterin des Europarats, die Liberale Anne Brasseur aus Luxemburg erklärte: „Es geht uns nicht darum, Glauben und Wissenschaft gegenüberzustellen, sondern darum, den Glauben davor zu bewahren, als Gegenpart der Wissenschaft zu fungieren".

Aber dies ist eben der Punkt und auch die Falle: Es wurde beobachtet, dass die
Evolutionstheorie immer mehr geleugnet wird. Und wie wir bereits schon erläutert haben, ist die Evolutionstheorie von grundlegender Bedeutung. Als Christen werden wir uns im Kleinen entscheiden müssen. Entweder gehöre ich zu den „modernen Christen“, weil ich die Bibel nicht mehr wörtlich zu nehmen brauche, oder ich stehe zu meinem Herrn und werde in die konservative Ecke abgeschoben und als Fundamentalist und extrem rechtsradikal, also gefährlich kriminell, ausgegrenzt.

Der Begriff Gottlosigkeit in Vers 18 bezeichnet fehlende Gottesfurcht und Missachtung der
göttlichen Gebote. Ich muss meinen Kindern zu einer rechten Gottesfurcht verhelfen und ihnen beibringen, dass die Gebote Gottes uns helfen sollen. Satan möchte uns gerne glaubhaft machen, dass Gott uns nichts gönnt.
Im Paradiesgarten Eden hatte er ja im Gespräch mit Eva es so gedreht, dass es nicht mehr hieß:
„Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen; aber von dem Baum der
Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen;…“(1.Mose 2,16+17), sondern
„…Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass ihr von keinem Baum im Garten essen dürft?“
Bemerkst Du diese Verdrehung in das Negative? Das zieht sich bis in unsere Gegenwart
hinein.
Evolution und das Streben nach menschlicher Freiheit und Autonomie machen unsere Kinder kaputt und verleiten zu „mach was Du willst und wozu Du Lust hast.“

Es ist von so großer Wichtigkeit, unsere Kinder in Gottes Schöpfung zu unterrichten. Sie ist voller Wunder und zeugen von Gottes Größe und Herrlichkeit.

Dr. John MacArthur schreibt:

„Wenn nun 1. Mose 1 falsch ist, wäre die noch übrige Option der Nihilismus. Äußerste Irrationalität wird zur einzigen »rationalen« Wahl. Es ist offensichtlich, dass die Verbreitung unserer Sicht der Dinge von großer Wichtigkeit ist. Unsere Sicht der Schöpfung ist der notwendige Ausgangspunkt unserer gesamten Weltsicht. Tatsächlich ist dieser Punkt so wichtig, dass Francis Schaeffer einmal erklärte, wenn er nur eine Stunde zur Verfügung hätte, um mit einem Ungläubigen zu reden, würde er die ersten fünfundfünfzig Minuten über die Schöpfung reden und darüber, welche Bedeutung es für die Menschheit hat, nach dem Ebenbild Gottes geschaffen zu sein – und dann würde er die verbleibenden fünf Minuten dazu nutzen, ihm den Weg der Erlösung aufzuzeigen.“ (21)

Wenn dies für fremde Menschen gilt, dann erst recht für unsere Kinder.

Und Paulus sprach in seiner Rede in Athen Apostelgeschichte 17,24-28 über den unbekannten Gott, auch über Gott als den Schöpfer.

Wir brauchen nicht nur bei dem ersten Kapitel in der Bibel stehen zu bleiben und uns alleine darauf beschränken. Lesen Sie Bücher, die von Christen zu diesem Thema geschrieben worden sind. Es gibt etliche Fachleuten, die auch gläubige Christen sind und die sich dieser Thematik angenommen haben. Im Anhang gibt es dazu einige Buchempfehlungen.
Warum ist es so wichtig, sich mit Fakten vertraut zu machen und nicht nur den Kindern „so uns so steht es in der Bibel und fertig!“ zu sagen?

Tom Bisset schreibt in seinem Buch „Warum jemand nicht mehr glauben kann?“:

Menschen wenden sich ab, weil sie beunruhigende, unbeantwortete Fragen in Bezug auf ihren Glauben haben. (22)
Tom Bisset hatte eine Untersuchung gemacht, warum Kinder, die in christlichen
Elternhäusern aufwuchsen, sich vom Glauben verabschiedeten und diese auch interviewt.
Von vier Hauptgründen war dies eine Antwort.

Ferner führt Tom Bisset ab Seite 44 folgendes aus (wir müssen beachten, dass er zunächst Amerika damit meint, aber es ist auch für uns anwendbar), das ich kurz und knapp darlegen möchte:
  • Vor über 100 Jahren die theologische Revolution mit wachsenden theologischen Liberalismus.
  • Gründung neuer christlicher Organisationen und Bünde mit den Themen, dass sich die Christen auf die grundlegenden Lehren der Schrift zurück besinnen sollen.
  • Die Gegner warfen den Christen Fundamentalismus vor.

Auf Seite 46 schreibt Tom Bisset:

„Eine wesentliche Auswirkung dieses erbitterten Kampfes zwischen einem liberalen
Christentum und einem Christentum konservativer Prägung bestand in der Entstehung starker, anti-intellektueller Gefühle unter den Fundamentalisten und Evangelikalen. Waren nicht letztendlich die Seminarprofessoren, die Akademiker und Intellektuellen verantwortlich für die Förderung des theologischen Liberalismus? Wenn das die persönlichen Auswirkungen einer guten Ausbildung waren, wozu sollte diese dann gut sein? Wer brauchte schon Philosophie und Logik, wenn diese nur zum Verlust des Glaubens an Gott und sein Wort führten? Fragen? Warum sollte man nach dem Warum fragen? Tu Buße! Glaube! Alles andere ist eitel – Nichtigkeit! Für Menschen, die in einem fundamentalistischen oder evangelikalen Zuhause aufwuchsen, wurde es daher zum Tabu, Fragen aufzuwerfen. Nicht die einfachen Fragen nach Tatsachen natürlich. Aber die umfangreichen, philosophischen Fragen. Gibt es wirklich einen Gott? Können wir wirklich etwas über ihn wissen, oder ist der Glaube nur ein Sprung ins Dunkle? Wie kann ich wissen, dass ich der Bibel vertrauen kann? Wie weiß ich, dass mein Glaube nicht nur eine psychologische Krücke ist, ein Denkspiel, das ich praktiziere? Wie ist das mit der Evolution, der Anthropologie und der Geologie? Und was sollen wir von den anderen Religionen halten? Das ging bis in die 50er Jahre hinein, und es ging noch ganz gut, bis eine neue Denkweise auftauchte. Eine Denkweise, wo alles im Leben hinterfragt wurde. Wo Autoritäten in Frage gestellt wurden und eigene Schlussfolgerungen gezogen wurden. Freiheit eigene Gedanken zu entwickeln und „sich selbst zu entdecken“. Als die junge Generation anfing, Zuhause außerhalb der Gemeinde ihre Fragen über alles mögliche im Leben zu stellen, waren die meisten christlichen Eltern überfordert und der entstandene Schaden groß. "

Daher ist es wichtig, dass man sich, wenn man sich in der Materie noch nicht auskennt, sich schlau macht. Es gibt natürlich unendlich viele Themen, die wir mit unseren Kindern
besprechen können sollten. Aber die Schöpfung halte ich persönlich für grundlegend wichtig, weil dies einer der Ausgangspunkte ist, wie das Kind sich entwickeln wird.



VIII. Gedanken zur Erziehung
Wie wir bereits gesehen haben, möchte gerne die UNESCO die Erziehung der Kinder
übernehmen. Und die Mächte der Finsternis fahren mit allem auf, was sie haben, um das Herz und die Gedanken der Kinder zu manipulieren und für sich zu gewinnen.

Es sind hunderte Bücher über Kindererziehung geschrieben worden und ich möchte mir nicht anmaßen, dass ich es besser könnte. Dennoch, möchte ich gerne ein paar Punkte aufgreifen, die aus der Sicht der Bibel elementar sind.

Wenn Kinder geboren werden, dann sind sie nicht „neutral“, weil sie in Sünde geboren
werden. Von Natur aus haben sie ein rebellisches und sündiges Herz. Daher muss ich meinen Kindern helfen, auf den Weg mit Jesus zu kommen. Eltern sollten die besten Missionare ihrer Kinder sein. Und sie müssen sie so erziehen, dass sie Gott und den Eltern mehr gehorchen als den weltlichen Ideologien.

Daher sollen zwei Hauptpunkte angesprochen werden. Natürlich gibt es noch viel mehr, aber das würde den Rahmen dieses Buches sprengen.


1. Kinder nicht zum Zorn reizen

Und ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in der Zucht und
Ermahnung des Herrn. Epheser 6,4

Als Zorn kann ich auch Erbitterung nehmen. D.h. ich kann mein Kind so erziehen, dass ich es bitter mache. Dann habe ich das Wort Zucht. Im griechischen steht dort „paideia“, was
Erziehung heißt und Elemente der Kindererziehung umfasst wie Unterweisung, Lehre,
Anleitung, Disziplin, Züchtigung, Ausbildung, etc. Dies alles soll so geschehen, wie auch der Herr ermahnt und erzieht und wie es dem Herrn wohlgefällt.

Und das ist nicht so einfach. MacArthur schreibt dazu:

Wir haben schon viel gesagt über die Auswirkungen des Sündenfalls auf das Kind. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass die Eltern genauso davon betroffen sind. Unsere natürlichen Neigungen sind der Sünde zugetan, genau wie bei unseren Kindern. Christliche Eltern haben einen gewaltigen Vorteil, da sie als erlöste Menschen erneuerte Herzen besitzen. Sie haben eine gottgefällige Gesinnung und ein gerechtes Verlangen. Anders als unbekehrte Menschen sind sie fähig, Gott wirklich zu lieben. Eigentlich ist die Liebe zu Gott die treibende Kraft, die den Christen von anderen unterscheidet (Röm 8,28; 1Jo 5,2).
Dennoch haben auch christliche Eltern immer noch mit den Überresten ihres fleischlichen Verlangens und gottloser Gewohnheiten zu kämpfen. Wie der Apostel Paulus merken wir, dass wir oft gerade das tun, was wir hassen (Röm 7,15-24). Wir neigen alle viel zu sehr zu fleischlichen und sündhaften Verhalten. Das wirkt sich auf unsere Erzieherrolle aus. (23)

Daher möchte ich 9 Punkte aus dem Buch aufgreifen, worauf Eltern aufpassen müssen und wie Kinder zum unterschwelligen, dauerhaften Zorn gereizt werden können:

Überbehütung
Ich enge mein Kind zu sehr ein und lass es sich nicht persönlich entfalten und unabhängig
werden. Anstatt an Jesus, binde ich es an mich.


Verwöhnung
Ich lasse mein Kind alles machen ohne ihm Grenzen zu setzen. Frei nach der Philosophie der antiautoritären Erziehung, versäume ich es, ihm auch mal „eins auf den Hintern“ zu geben, wenn es notwendig ist (Sprüche 13,24).


Bevorzugung
Das passiert, wenn ich mehr als ein Kind habe. Ich habe mein „Lieblingskind“, dem ich dann den Vorzug in allen Dingen gebe und das ich dann mehr liebe. Es ist das „Musterkind“ und die anderen Geschwister haben sich ein Vorbild an ihm zu nehmen.


Unrealistische Ziele
Das sind Ziele, die nicht wirklich erreicht werden können. Sei es, dass das Kind für etwas
keine Begabung hat oder weil die Zwischenziele auf der Etappe bis zum Hauptziel fehlen.

Entmutigung
Was mein Kind auch macht, für mich ist es nicht gut genug. Ich habe immer etwas zu
bemängeln oder zu kritisieren. Wenn es etwas noch nicht ganz so gut klappt, dann ermutige ich es auch nicht, sondern ich tadele es dafür auch noch (s.a. Kol.3, 21).


Vernachlässigung
Ich behandele das Kind mit Gleichgültigkeit, zeige keine Zuneigung und interessiere mich
auch nicht dafür was es denkt, fühlt oder macht. Andere Dinge sind mir wichtiger, wenn es mich braucht.


Herabwürdigung
Weitere Begriffe dafür sind: Abwertung, Herabminderung, Erniedrigung, Herabsetzung und Schmälerung. Ich lasse das Kind nicht erwachsen werden und lasse gewisse Dinge nicht selber ausprobieren. Und wenn es dann Fehler macht, indem was es tut, dann würdige ich das Kind herab und mach es dafür nieder.


Liebesentzug
Ich lasse das Kind spüren, wenn es Fehler macht und mir nicht gehorcht, dass ich es dann
weniger liebe.


Übertriebene Züchtigung
Das ist dann, wenn es beim Klapps auf dem Hintern nicht aufhört, sondern es schon in
körperliche Misshandlung ausartet. Wenn ein Kind Angst hat, dass es immer dann geschlagen wird, wenn es Unsinn oder einen Fehler gemacht hat, dann entwickelt es sich nicht gesund.


2. Weisheit lehren

Mein Sohn, wenn du meine Worte annimmst und meine Gebote bei dir bewahrst, so dass du der Weisheit dein Ohr leihst und dein Herz der Einsicht zuwendest; wenn du um
Verständnis betest und um Einsicht flehst, wenn du sie suchst wie Silber und nach ihr forschst wie nach Schätzen, dann wirst du die Furcht des HERRN verstehen und die Erkenntnis Gottes erlangen. Denn der HERR gibt Weisheit, aus seinem Mund kommen Erkenntnis und Einsicht.
Sprüche 2, 1-6

Wer denkt, dass wäre ja Altes Testament, dem bringe ich nochmals 2. Timotheus 3, 16 in
Erinnerung:
„Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur
Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit,...“
(Hervorhebung durch den Verf.)

Aus dem gleichen Buch von John MacArthur, möchte ich gerne weitere 10 Ratschläge
aufgreifen. Und ich habe versucht, die Relevanz mehr auf die endzeitliche Bedeutung zu
legen.

Lehre deine Kinder, ihren Gott zu fürchten
Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Weisheit, und die Erkenntnis des Heiligen ist
Einsicht. Sprüche 9,10
Kinder sollen keine Angst haben. Aber dennoch Ehrfurcht und Furcht vor der Heiligkeit
Gottes und seinem Missfallen. Wir haben einen liebenden Vater, aber dennoch einen heiligen Gott der keine Sünde in seinem Reich duldet.


Lehre deine Kinder, über ihr Denken zu wachen
Mehr als alles andere behüte dein Herz; denn von ihm geht das Leben aus. Sprüche 4,23
Das Herz, so lehrt es die Schrift, ist der Sitz der Gefühle und des Verstandes. Und das was ich denke und wie ich denke, wirkt sich in mein Leben hinein aus. Und so wie ich denke, so bin ich (Spr.23, 7). Jesus sagte:
Denn von innen, aus dem Herzen des Menschen, kommen die bösen Gedanken hervor,
Ehebruch, Unzucht, Mord, Diebstahl, Geiz, Bosheit, Betrug, Zügellosigkeit, Neid, Lästerung, Hochmut, Unvernunft. All dieses Böse kommt von innen heraus und verunreinigt den Menschen. Markus 7,21-23

Ich selber merke oft, wie wichtig ist, dass ich mich selber beobachte und wie es in meinem Herzen aussieht. Auch habe ich die Neigung zu vorschnell mit meinen Gedanken zu sein und eine Situation, die noch nicht da ist, nehme ich als bereits geschehen hin.
Dies hat nichts mit gesunder Vorausschau zu tun, sondern mit Voreingenommenheit.

Beispiel: Ich bin gerade so pünktlich an der Bushaltestelle und der Bus kommt einfach nicht. Weil ich bereits schon öfters erlebt habe, dass die Busfahrer manchmal früher da sind und weiterfahren, wen kein Passagier dort steht. Ich gehe zu schnell davon aus, dass dies erneut passiert ist und merke, wie sich der Groll in mir hochschleicht. In so einer Situation wie diese ist das noch harmlos.


Lehre deine Kinder, den Eltern zu gehorchen
Bewahre, mein Sohn, das Gebot deines Vaters, und verwirf nicht die Lehre deiner Mutter!
Binde sie beständig auf dein Herz, schlinge sie um deinen Hals; wenn du gehst, sollen sie dich geleiten, wenn du dich niederlegst, sollen sie dich behüten, und wenn du aufstehst, so sollen sie zu dir reden! Denn das Gebot ist eine Leuchte und das Gesetz ist ein Licht; Unterweisung und Ermahnung sind ein Weg des Lebens. Sprüche 6,20-23

Eltern sollen keine Despoten oder Diktatoren sein. Aber antiautoritäre Erziehung darf auch
nicht sein. Kinder müssen die Liebe der Eltern erkennen und das sie das Beste wollen.
Die Zucht der Eltern ist Erziehungshilfe. Sprüche 3, 11-12 sagt:
Mein Sohn, verwirf nicht die Züchtigung des HERRN und sei nicht unwillig über seine
denn wen der HERR liebt, den züchtigt er, wie ein Vater den Sohn, an dem er Wohlgefallen hat.
Wenn Kinder in kleinen Dingen lernen, ihren Eltern zu gehorchen, dann werden sie es auch bei den größeren und wichtigeren Entscheidungen. Sie lernen damit auch dem Herrn zu gehorchen, auch wenn die Situation brenzlig wird.


Lehre deine Kinder, ihre Freunde auszuwählen
Der Umgang mit den Weisen macht weise, wer sich aber mit Narren einlässt, dem geht es
schlecht. Sprüche 13,20

Ein anderer Spruch lautet: „Sage mir mit wem Du gehst und ich sage Dir wer Du bist.“
Es darf mir nicht egal sein, mit welchen Kindern meine Kinder verkehren. Und wenn sie sich mit den falschen Menschen einlassen, dann muss ich sie darauf aufmerksam machen, welche Konsequenzen das haben kann. Denn „mitgehangen, mitgefangen“.

Gerade falsche Freunde können zu Verrätern werden, wenn es ihnen gerade recht in den Kram passt, oder wenn man gerade nicht mit ihnen mitzieht, wie sie es wollen.


Lehre deine Kinder, ihre Lüste zu kontrollieren
Die Tragödie lesen wir in Sprüche 7, 6-23. Der junge Mann hat sich nicht unter Kontrolle und läuft geradewegs in die Falle. Die Bibel ist voll mit Warnungen vor Unzucht, wie zum Beispiel: 2.Tim2, 22; Spr.2, 16-19; Spr.5, 3-5 und Spr.6, 23-33.


MacArthur schreibt mit Recht:

„Willst du die Ernsthaftigkeit der Sache verstehen, vergiss nicht, dass nur »untadelige« Männer für den Ältesten- und Diakonendienst in der Gemeinde geeignet sind (1Tim 3,2.10). Wenn ein Ältester oder Diakon Unzucht begeht, bringt er eine Schande über sich, die ihm für den Rest des Lebens anhaftet. Das bedeutet, dauerhaft unqualifiziert zu sein.“  (24)

In der Vergangenheit, hat der Feind es durch Verleumdung geschafft, einen guten Diener
Gottes in Verruf zu bringen und damit auch der gesamten Christenheit und Christi selber
Schande zu machen, weil dieser unvorsichtig war und alleine Seelsorge bei einer Frau
ausgeübt hat. Das Gegenteil konnte er nicht beweisen.


Lehre deine Kinder, sich an ihrem Ehepartner zu erfreuen
Trinke Wasser aus deiner eigenen Zisterne und Ströme aus deinem eigenen Brunnen!
Deine Quelle sei gesegnet, und freue dich an der Frau deiner Jugend! Die liebliche Hindin, die anmutige Gemse, ihr Busen soll dich allezeit sättigen, von ihrer Liebe sollst du stets entzückt sein! Warum aber, mein Sohn, solltest du von einer Verführerin entzückt sein und den Busen einer Fremden umarmen? Sprüche 5,15+18-20

Und 1. Thessalonicher 4,3-5 sagt:
Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, dass ihr euch der Unzucht enthaltet; dass es jeder von euch versteht, sein eigenes Gefäß in Heiligung und Ehrbarkeit in Besitz zu nehmen, nicht mit leidenschaftlicher Begierde wie die Heiden, die Gott nicht kennen;

Alles andere außerhalb der Ehe führt ins Chaos und bringt für alle Beteiligten, ob direkt oder indirekt Leid. Abgesehen davon, dass es kein gutes Zeugnis ist und man unseren Herrn eher in Unehre gebracht, ist man außerdem noch erpressbar.


Lehre deine Kinder, auf ihr Reden Acht zu geben
In Sprüche 4,24 heißt es:
Tue hinweg von dir die Falschheit des Mundes, und verdrehte Reden seien fern von dir!

Und Jak.3, 8 sagt:
...die Zunge aber kann kein Mensch bezwingen, das unbändige Übel voll tödlichen Giftes!
Die Zunge kann nur Gott bezwingen (vgl. Apg.2, 1-11)

Weitere Bibelstellen über die Rede und die Zunge finden sich in folgenden Bibelstellen, die es wert sind, durchgearbeitet zu werden: Spr.10, 11+19-21+32. Spr.12, 12+15+18. Spr.15, 7; Spr.16, 23. Spr.20, 15.

In Lukas 6,45 sagt auch, was des Herz voll ist, dessen geht der Mund über. In der kommenden Zeit müssen wir aufpassen was wir wann reden. Voreilige Worte können
uns dann schnell zum Verhängnis werden. Christen in der ehemaligen DDR und hinter dem „Eisernen Vorhang“ kennen es noch. Es ist Weisheit gefragt zu schweigen, aber dennoch soweit den Mund aufzumachen, dass man ein treuer Zeuge Jesu Christi ist.


Lehre deine Kinder, ihre Arbeit zu tun
Geh hin zur Ameise, du Fauler, sieh ihre Wege an und werde weise: Obwohl sie keinen
Anführer hat, weder Vorsteher noch Herrscher, bereitet sie dennoch im Sommer ihr Brot und sammelt in der Erntezeit ihre Speise. Sprüche 6,6-8

Faulpelze sind schwerfällig und träge. Und ein Faulpelz wird man, wenn keine Arbeit oder
verbindlichen Aufgaben hat. Man müsste eigentlich wichtige Dinge erledigen, aber man verschiebt es. Die körperliche Fitness und Zähigkeit lassen nach, und es fällt einem mit der Zeit immer schwerer dagegen anzugehen. Und wenn der Wecker nicht gestellt werden muss, dann wird es abends immer später und man kommt morgens nicht aus dem Bett heraus.

Es entwickeln sich viele schlechte Eigenschaften und Angewohnheiten, die dazu beitragen,
dass man nicht gerade ein guter und treuer Knecht für das Reich Gottes wird. Und für das Leben ist man auch nicht richtig gewappnet. Wir sollen zwar geistlich so leben, dass wir jederzeit für die Entrückung bereit sind. Aber das bedeutet nicht, dass wir unsere täglichen Aufgaben vernachlässigen dürfen.

Vorausplanen hat nichts damit zu tun, das man sich Sorgen macht (Lukas 12, 22).
Kindern beizubringen, für künftige Bedürfnisse schon jetzt zu arbeiten und zu planen,
bedeutet sie für den harten Alltag vorzubereiten. Und wenn sie ihrer Arbeit nachgehen, dann werden sie auch ihr Einkommen haben, reichlich zu essen haben und auch Respekt erhalten. Und wer Respekt erhält, der kann besser Gott ehren, wenn er Zeugnis über seine Hoffnung abgibt, wenn von ihm Rechenschaft gefordert wird (1.Petrus 3, 15).


Lehre deine Kinder, mit Geld umzugehen
Schulden machen geht ganz schnell. In unserer Konsumgesellschaft werden einem viele Güter angepriesen die man angeblich braucht. Und wenn man kein Geld hat? Kein Problem, man kann ja immer noch in Raten abbezahlen.

Mein Onkel wohnte in Ostberlin. Und als die Wende kam, konnte er sehen, wie reihenweise die Nachbarn in seiner Straße ihre alten Küchen, Möbel, etc. für den Sperrmüll auf die Straße brachten. Sie nahmen Darlehen auf und schafften alles neu an. Einschließlich ihre Autos. Und dann kam die große Arbeitslosigkeit, und die Leute fingen wegen der Schulden an zu leiden und zu weinen.
Dagegen habe ich tapfere Christen, in der ehemaligen DDR, kennen gelernt, die noch in den späteren 90er Jahren mit Holzkohle heizten. Sie erneuerten ihr Haus Stück für Stück, wenn gerade Geld angespart war.

„Ehre den HERRN mit deinem Besitz und mit den Erstlingen all deines Einkommens, so
werden sich deine Scheunen mit Überfluß füllen und deine Keltern von Most überlaufen.“
heißt es in Sprüche 3, 9-10.

Das bedeutet jetzt nicht, dass wir, wie es beim Wohlstandsevangelium heißt, diese Bibelstelle als magische Anleitung nehmen dürfen, um reich zu werden. Das bedeutet, dass wir immer gesegnet sein werden, wenn wir mit unseren gesamten Besitz den Herrn ehren und wir ausreichend zum Leben haben werden.

Auch verhindert es, dass wir unseren Besitz zum Abgott machen, Schätze auf Erden anhäufen und wir vergessen, unser Geld für den Aufbau Seines Reiches zu verwenden.


Lehre deine Kinder, den Nächsten zu lieben
Verweigere keine Wohltat dem, welchem sie zukommt, wenn es in der Macht deiner Hände
liegt, sie zu erweisen! Sprich nicht zu deinem Nächsten: »Geh hin und komm wieder; morgen

will ich dir geben! «, während du es doch hast. Ersinne nichts Böses gegen deinen Nächsten,
der arglos bei dir wohnt.
Fange mit keinem Menschen ohne Ursache Streit an, wenn er dir nichts Böses zugefügt hat.
Sprüche 3, 27-30

Der Vater meiner Frau war stets ein hilfsbereiter Mann, der seinen Nachbarn und fremden
Menschen in der Not geholfen hat. Manchmal schimpften die Kinder mit ihrem Vater, weil
sie es manche Entbehrungen für sie kostete.
Aber diese Familie stand überall in gutem Ruf und sogar Jahrzehnte später, als die Kinder
groß und der Vater gestorben war, wurde es ihnen vergolten, als sie selber einmal Hilfe
brauchten. Und das von Menschen, die sie nicht kannten, aber die ihren Vater kannten.

Abgesehen von dem Gebot mit allen Menschen wenn möglich Frieden zu halten
(Römer 12, 18) und auch ein Zeugnis für unseren Herrn zu sein, kann es in Zeiten der
Verfolgung durchaus relevant werden, wenn Nichtchristen zu einem halten.

Ein extremes Beispiel möchte ich anführen, da wir alle nicht wirklich wissen wie es weiter
geht.
Es hat im zweiten Weltkrieg immer wieder Christen gegeben, die Soldaten waren und die die
Kriegsgefangenen mit Nächstenliebe begegneten.
Ein Christ, der selber dann in Gefangenschaft geriet, entkam dem Erschießungskommando,
weil einer seiner ehemaligen Gefangenen ihn wieder erkannte.



3. Einschränkung des Fernsehkonsums
Durch Medien werden die Menschen am meisten Manipuliert. Ein machtvolles Medium ist
das Fernsehen, das sich mittlerweile nicht mehr auf das Fernsehgerät alleine beschränkt, da
auch fernsehen mit dem Computer möglich ist.

Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ veröffentlichte bereits im April 1988 mit dem Titel
„Gestört und seelisch tot“ einen Artikel darüber, wie sich TV- und Videokonsum,
zerstörerisch auf Kinder und Jugendliche auswirken:
Der Verfall herkömmlicher sozialer Strukturen, der Verlust fester Wertvorstellungen,
Konsumrausch statt Selbstentfaltung - alles, was Kulturkritikern zum Zustand der
Industriegesellschaft eingefallen ist, wird auch zur Erklärung des Erziehungsnotstandes
herangezogen. Und nicht zuletzt: das Fernsehen. Immer am Montag, berichtet der Stuttgarter
Hauptschulrektor Schweigert, „wird angegeben und geprotzt, was man am Wochenende alles
gesehen hat“. Die Schüler seien vom TV- und Videokonsum noch derart benommen, dass den
Lehrern „in den ersten Stunden oft nichts anderes übrig“ bleibe, „als das Gesehene
aufzugreifen und aufzuarbeiten“.
„Das Leben rauscht an denen vorbei“, meint der Hamburger Schulpsychologe Hajo
Sassenscheidt, dauerlaufende Fernseher führten dazu, dass „bei den Jugendlichen keine


Auseinandersetzung mehr mit der Umwelt stattfindet“. Der inflationäre Medienkonsum
schafft eine ganz neue Wahrnehmungsform, und alles, was dieser Wahrnehmung "nicht ins
Bild passt", wird gestört.
Postman hält denn auch die TV-Wirkung für verheerend. Fernsehen sei ein „eher isolierendes
Erlebnis“, es erschwere die „Ausbildung des Bewusstseins von sozialem Zusammenhalt“. Das
atemberaubende Tempo der brutalen und katastrophalen Ereignisse, die in den TV-
Nachrichten über den Bildschirm ziehen, mache es für die kindlichen und jugendlichen
Zuschauer nahezu unmöglich, noch „Gedanken“ und „Gefühle“ zu entwickeln, also „normale
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menschliche Reaktionen“.


Nebenwirkungen eines hohen Fernsehkonsums, die, je nach Fall, mehr
oder weniger auftreten können:
Sucht nach dem Fernsehen und nicht mehr ohne auskommen können.
Hoher Fernsehkonsum macht Kinder aggressiv und stumpft sie emotional ab.
Mangel von Grundfertigkeiten wie: Einfühlungsvermögen, Gedächtnis, logisches Denken,
Ausdauer und Konzentration
Mangelnde soziale Kontakte, schlechte Zensuren, und eine angegriffene Gesundheit durch
Mangelnde Bewegung
Bestärkung von Passivität
Kommunikationsmangel und langsames Ehesterben wenn der Fernseher Platz 1 inne hat.
Wertvolle Zeit, die man in Beten, Bibellesen und andere Dinge für Gott investieren kann,
geht verloren.
Verlust der Fähigkeit, die Dinge so zu sehen, wie Gott sie sieht, weil unsre Anschauung
sich nach und nach dem anpasst, was man sich anschaut




Geistliches Strohfeuer oder echte Wiedergeburt?

»Die größte Gefahr des 20. (und 21. – Anm. des
Verf.) Jahrhunderts wird eine Religion ohne den
Heiligen Geist, ein Christentum ohne Christus,
eine Vergebung ohne Buße, ein Heil ohne
Wiedergeburt und ein Himmel ohne Hölle sein. «
General William Booth, Gründer der Heilsarmee


1. Was den Unterschied ausmacht

Ray Comfort war in den späten 70er Jahren ein reisender Evangelist. Er fand heraus, dass
über 80% der Menschen, die sich zum Herrn Jesus bekehren, letztendlich wieder vom
Glauben abfallen.
1991 hatte eine der größten Denominationen in den USA damals 219 Tausend
Entscheidungen für Jesus vermelden. Aber nur 14.000 wurden später in den Versammlungen
und Gemeinden wieder gefunden.
Das sind „normale“ evangelikale Ergebnisse. Was läuft also falsch?


Eine kleine Geschichte, die eine kleine Metapher sein soll:
Zwei Personen checken am Schalter eines kleinen Flughafens irgendeines kleinen Landes ein.
Und dem Personal ist klar, dass die Maschine unterwegs große Probleme bekommt und
abstürzt. Zwei VIP’s wird eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt und den anderen
Passagieren wird nichts davon gesagt.

Dem Ersten wird ein Fallschirm überreicht. Es wird ihm gesagt, dass er damit besser aussieht.
Der Fallschirm stehe ihm gut und er sehe damit gut aus. Der Fallschirm wird ihm Respekt
einbringen und Ansehen bei den anderen Passagieren. Und er würde einen angenehmen Flug
haben.
Nun, er kann dies zwar nicht sehen, aber er lässt sich von den hübschen und charmanten
Damen überreden. Vielleicht muss man ihn auch nicht dazu groß überreden, wenn es nur
überschwänglich schwungvoll geschieht, wenn er ein rasch entzündliches Gemüt hat und er
begeistert ist. Oder er ist auch abenteuerlustig.

Er kommt in das Flugzeug und die Leute fangen an ihn zu belächeln. Die Sitzreihe ist eng und
er sitzt überhaupt nicht bequem. Aber er hält noch aus, schließlich hat man ihm einen
angenehmeren Flug versprochen, als die anderen Passagiere haben würden.
Er hat kaum Bewegungsfreiheit, und er hat durch diesen Fallschirm nur Unannehmlichkeiten.
Und dann fangen die die anderen Passagiere auch noch an sich über ihn lustig zu machen.
Was macht er?
Es dauert nicht lange und er zieht wütend diesen Fallschirm aus und ist sehr sauer auf die
Leute die ihn überredet haben diesen Fallschirm anzulegen.

Der zweiten Person wird von vornherein gesagt, dass das Flugzeug abstützen wird. Diese wird
mit Dankbarkeit den Fallschirm ohne großes Zögern anlegen. Die Unannehmlichkeit und das
Gelächter der Mitpassagiere nimmt diese Person gerne in Kauf, weil er weiß, dass er mit
diesem Fallschirm gerettet ist. Selbst Spott und Hohn können ihm nichts anhaben.


Richtige und falsche Verkündigung
Und so gibt es auch einen Unterscheid in unserer Verkündigung des Evangeliums.
Viele springen bei Jesus ab weil ihnen gesagt wird, dass sie mit Jesus ein besseres Leben
haben würden. Aber der Alltag sieht ganz anders aus. Und sie werden sich von Jesus
abwenden und eine Abneigung, wenn nicht gar ein Hass auf die Christen und das Christentum
entwickeln, weil ihm falsche Versprechungen gemacht wurden.
Die Vorraussetzung sähe ganz anders aus, wenn ihnen von vornherein klar gemacht wird, dass
sie kein besseres Leben haben würden. Aber sie würden in der Stunde des Todes auch wissen,
dass sie im Buch des Lebens stehen, weil sie wegen ihren Sünden Buße getan haben. Wie viel
Enttäuschung gibt es, wenn man ein geistliches Strohfeuer für eine Wiedergeburt hält.

Dr. John MacArthur schreibt in seinem Buch „Lampen ohne Öl“:
„Ich bin überzeugt, dass die moderne Evangeliumsverkündigung tatsächlich die Menschen
auf diesen Irrweg lockt. Sie verheißt einen wunderbaren, bequemen Plan für unser Leben und
unterschlägt das Ärgernis des Kreuzes (siehe 1Kor 1,23; Gal 5,11). Obwohl sie Jesus als den
Weg, die Wahrheit und das Leben präsentiert, verschweigt sie die enge Pforte und den
schmalen Weg. Sie redet von der Liebe Gottes, aber nicht von Seinem Zorn. Sie stellt die
Menschen als Entrechtete und nicht als Ungerechte dar. Sie ist voll Liebe und Verständnis,
aber man hört nichts von einem heiligen Gott, der die Sünde hasst, nichts vom Ruf zur Buße,
keine Warnung vor dem Gericht, keine Aufforderung, sich zu demütigen oder mit einem
zerbrochenen Herzen zu Gott zu kommen und über die eigene Sünde Leid zu tragen. Sie ist zu
einer Botschaft geworden, die leichthin Errettung verheißt und zu hastigen Entscheidungen
auffordert. Nicht selten ist das alles mit den falschen Versprechungen von Gesundheit, Glück
und Wohlstand verbunden. Doch ist das nicht das Evangelium Jesu Christi. »Eng ist die
Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind, die ihn finden. « Wie
konnte sich der Herr noch deutlicher ausdrücken? Auf diesen Weg allein führt uns Sein
Evangelium. Er ist weder einfach noch volkstümlich; doch ist er der einzige, der einmal in der
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ewigen Herrlichkeit enden wird.“


Warum so streng und kompromisslos?
Es ist mir klar, das sich das alles nur sehr schwer verdauen lässt. Auch für die Menschen, die
gesunde Lehre vertragen und nicht nur das hören wollen, wonach die Ohren jucken.
Warum also so konsequent?
Warum ist die richtige Bekehrung wichtig?
Gibt es so etwas wie eine „Frühgeburt“, die nicht lebensfähig ist?


Folgende Fälle in der Bibel sind bekannt, wo es eine schlechte Wendung mit Menschen
nimmt, die denken, dass sie ins ewige Reich Gottes eingehen. Und ich hoffe, Sie verzeihen
mir, wenn ich nicht tiefer in die Theologie einsteige, denn das würde hier zu viel werden.
Ohne große Beweisführung komme ich dann zum Kern der Sache.

2. Die Geschichte mit dem Mann der kein hochzeitliches Gewand anhat:
Matthäus 22, 11-13
Als aber der König hineinging, um sich die Gäste anzusehen, sah er dort einen Menschen, der
kein hochzeitliches Gewand anhatte; und er sprach zu ihm: Freund, wie bist du hier
hereingekommen und hast doch kein hochzeitliches Gewand an? Er aber verstummte.



Da sprach der König zu den Dienern: Bindet ihm Hände und Füße, führt ihn weg und werft
ihn hinaus in die äußerste Finsternis! Da wird das Heulen und Zähneknirschen sein.

Die ursprünglich geladenen Gäste wollen nicht kommen. Also werden fremde Menschen von
den Straßen geholt. Da kann sich keiner vorher passend umziehen. Also wurden
Hochzeitsgewänder verteilt. Und dieser Einer wollte keines anziehen.
Das Hochzeitskleid nicht anzuziehen, bedeutet, seine eigene Gerechtigkeit aufzurichten.
In Titus 3,4-8 ist zum Beispiel von „Werke der Gerechtigkeit“, die nicht mit den guten
Werken zu tun haben, die aus dem Glauben kommen.
Meine eigene Gerechtigkeit mit Werken aufzurichten, bedeutet, die Gerechtigkeit Christi, die
mir durch Glauben allein zugerechnet wird, abzuweisen (s.a.: 2.Kor. 5,21; Römer 4,5-6; 5,19;
10,3; Phil.3, 9).


3. Die enge Pforte und der schmale Weg
Matth. 7,13-14
Geht ein durch die enge Pforte! Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der ins
Verderben führt; und viele sind es, die da hineingehen. Denn die Pforte ist eng und der Weg
ist schmal, der zum Leben1 führt; und wenige sind es, die ihn finden.

Es gibt ein gemaltes Bild, das recht alt ist und auf diesem sind die breite Pforte, der breite
Weg, die schmale Pforte und der schmale Weg zu sehen. Zusätzlich noch eine Art Vorplatz
auf dem man steht und sich zu entscheiden hat, welchen Weg man gehen möchte.
Der Fehler in diesem Bild ist der Vorplatz.
Denn, wir alle sind auf dem breiten Weg, wenn wir nicht durch die enge Pforte eingehen und
auf dem schmalen Weg bleiben.
Der Unterschied zu den anderen Religionen und religiösen Gruppierungen besteht darin, dass
Jesus Christus alleine der Weg zur Seligkeit ist und die Betonung liegt auf alleine und nichts
anderes mehr oder weniger (s.Joh.14, 6).

Das es religiöse und christliche Menschen auf dem breiten Weg gibt, macht Lukas 13, 24-27
deutlich:
Ringt danach, durch die enge Pforte hineinzugehen! Denn viele, sage ich euch, werden
hineinzugehen suchen und es nicht können. Wenn einmal der Hausherr aufgestanden ist und
die Türe verschlossen hat, dann werdet ihr anfangen, draußen zu stehen und an die Tür zu
klopfen und zu sagen: Herr, Herr, tue uns auf! Dann wird er antworten und zu euch sagen:
Ich weiß nicht, woher ihr seid! Dann werdet ihr anfangen zu sagen: Wir haben vor dir
gegessen und getrunken, und auf unseren Gassen hast du gelehrt! Und er wird antworten: Ich
sage euch: Ich weiß nicht, woher ihr seid; weicht alle von mir, ihr Übeltäter!

Der Kontext wird aus den Versen 28-30 deutlich, dass die Juden denken würden, sie würden
in das Himmelreich eingehen. Aber sie hatten Jesus verworfen. Und die Heiden, aus allen
Himmelrichtungen kommend, werden errettet, wenn sie durch die enge Pforte eingegangen
sind. Die Heiden, die als letztes berufen waren, würden nun die ersten sein.

Aber wir können auch für uns noch etwas daraus lernen, was den Unterschied zu den anderen
Religionen ausmacht.
Mit Jesus Christus darf ich eine persönliche Beziehung haben. Und diese Beziehung findet
auf dem schmalen Weg statt. Diejenigen in Vers 26, die hatten nie eine wirkliche Beziehung
zu Jesus gehabt.



Die Folgen dieser Beziehung können wir uns nun im weiteren Verlauf von Kapitel 7 des
Matthäusevangeliums anschauen:

a) Gute und schlechte Früchte
Matth.7,22-23
Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen
geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele
Wundertaten vollbracht? Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt;
weicht von mir, ihr Gesetzlosen.

Kein Baum auf dieser Welt presst mit Gewalt seine Früchte heraus, weil gerade die Jahreszeit
da ist. Sie kommen, wenn der Baum größer geworden und gewachsen ist. Wenn ich mit Jesus
verbunden bin, dann brauche ich von mir aus keine Früchte heraus zu pressen.
Und dann kommen auch die guten Werke. Und wenn ich Jesus liebe und mit Ihm verbunden
bin, dann geschehen die Werke zu Seiner Ehre.


b) Kluge und törichte Bauweise
Matth. 7, 24-27
Ein jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, den will ich mit einem klugen Mann
vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute. Als nun der Platzregen fiel und die
Wasserströme kamen und die Winde stürmten und an dieses Haus stießen, fiel es nicht; denn
es war auf den Felsen gegründet. Und jeder, der diese meine Worte hört und sie nicht tut,
wird einem törichten Mann gleich sein, der sein Haus auf den Sand baute. Als nun der
Platzregen fiel und die Wasserströme kamen und die Winde stürmten und an dieses Haus
stießen, da stürzte es ein, und sein Einsturz war gewaltig.

Das eine Haus ist eine Art instabiler, billiger Fertigbau. Bei dem anderen Haus nimmt sich der
Bauherr eine Menge Zeit und Mühe. Denn es muss erst gegraben werden, damit das
Fundament aufgeschüttet werden kann. Und erst dann kann damit begonnen werden, die
Mauern hochzuziehen.

MacArthur schreibt dazu:
„Vieles bei der modernen Evangelisation gleicht dem Bauen auf Sand. Da wird sich keine
Zeit gelassen, von der Sünde zu überführen, keine Möglichkeit zu tiefer Buße eingeräumt, und
niemand erhält die Chance zu verstehen, warum wir unser Verlorensein begreifen müssen. So
kann der Heilige Geist Sein Werk nicht tun. Arthur Pink schreibt: »Es gibt einige, die sagen,
sie seien errettet, bevor sie auch nur im Geringsten ihr Verlorensein empfunden haben.«
Große Scharen, die den Namen Jesu nennen, haben törichterweise auf lockeren Treibsand
27
gebaut; sie haben gehört, aber sie gehorchen nicht (Mt 7,26).“

Es genügt nicht, von Jesus begeistert zu sein oder auch seine Lehre intellektuell zu hören. Ich
muss auch das umsetzen, was ich gehört habe.




4. Auf welchem Boden fällt der Same?
Schauen wir uns zwei weitere Beispiele aus dem Gleichnis mit dem Sämann an.
Bei dem ersten Samen entsteht keine Wurzel und beim Zweiten gibt es kein Wachstum.


a) Der felsige Boden
Matth.13, 20-21
Auf den felsigen Boden gestreut aber ist es bei dem, der das Wort hört und sogleich mit
Freuden aufnimmt; er hat aber keine Wurzel in sich, sondern ist wetterwendisch. Wenn nun
Bedrängnis oder Verfolgung entsteht um des Wortes willen, so nimmt er sogleich Anstoß.

Dies kann geschehen bei Evangeliumsveranstaltungen oder sonstigen Events, wo die
Atmosphäre emotional geladen ist. Oder derjenige, der „sich für Jesus entscheidet“ kriegt nur
die Hälfte des Evangeliums verkündigt.
Das Weizenkorn stirbt nicht und kann somit keine Wurzeln schlagen.

In Römer Kapitel 6 spricht Paulus, dass wir vorher Sklaven der Sünde gewesen sind. In
Offenbarung 5,9; 1. Kor. 6, 20 und 7, 23 steht, dass wir erkauft wurden und nur Sklaven kann
man kaufen.
Nun steht, wenn Paulus seinen Brief beginnt häufig dort: „Paulus, Diener Christi...“
Im originalen steht aber dort das griechische Wort „doulos“ und bedeutet Sklave.

Nun erzählen Sie mal einem Menschen, dass er ein Sklave der Sünde ist und Jesus ihn wie auf
einem Sklavenmarkt von den Mächten der Finsternis loserkauft hat, damit er ein Sklave Jesu
Christi werden kann. Das hört sich nicht so gut an. Aber so ist es.


b) Unter die Dornen gesät
Matth. 13,22
Unter die Dornen gesät aber ist es bei dem, der das Wort hört, aber die Sorge dieser Weltzeit
und der Betrug des Reichtums ersticken das Wort, und es wird unfruchtbar.

Auch hier haben wir eine oberflächliche Entscheidung ohne echte Buße. Die Dornen stehen
für Sorgen und Reichtum.
Beides wird nicht an den Herrn ausgeliefert. Mit dem Reichtum ist es wie mit dem reichen
Jüngling, der Jesus nicht erster Stelle setzen wollte.
Es geht in die Richtung, wie es Paulus im ersten Brief an Timotheus (Kapitel 6, Verse 6-10)
schreibt:
Es ist allerdings die Gottesfurcht eine große Bereicherung, wenn sie mit Genügsamkeit
verbunden wird. Denn wir haben nichts in die Welt hineingebracht, und es ist klar, dass wir
auch nichts hinausbringen können. Wenn wir aber Nahrung und Kleidung haben, soll uns das
genügen! Denn die, welche reich werden wollen, fallen in Versuchung und Fallstricke und
viele törichte und schädliche Begierden, welche die Menschen in Untergang und Verderben
stürzen. Denn die Geldgier ist eine Wurzel alles Bösen; etliche, die sich ihr hingegeben
haben, sind vom Glauben abgeirrt und haben sich selbst viel Schmerzen verursacht.




5. Drei Fälle zum Abschluss:
Wenn ich mir meinen eigenen Glaubensweg so anschaue, so muss ich feststellen, dass ich
auch von Anfang an aus falschen Motiven heraus „Jesus in mein Leben aufgenommen habe.“
Ich hatte keine Ahnung von wirklicher Sündenerkenntnis. Und die Christen um mich herum,
mit ihrer Unsensibilität gegenüber einem pubertären Teenager, machten es mir auch nicht
einfach, den Weg der Heiligung (wozu wir noch kommen werden) einzuschlagen.
Auch war ich rebellisch, misstrauisch und hatte nicht das Gefühl, mich irgendeinem Frommen
anvertrauen zu können.
Und trotzdem wusste ich immer tief in meinem Herzen, das Jesus die einzige Chance für mich
ist, dass mein Leben nicht umsonst ist und ich wollte ja auch schließlich in den Himmel.

Der Herr hat mich irgendwie auch vor den Lehren der „Zeugen Jehovas“ bewahrt und auch
vor derartigen anderen extremen Lehren, die mich in die Psychiatrie und vom guten oder
wahren Weg des Herrn Jesus Christus hätten bringen können.
Es hat sich bei mir alles langsam entwickelt, und ich bin unserem Herrn sehr dankbar, dass er
sich meiner angenommen hat.


Bei dem anderen Fall, handelt es sich um einen Freund von mir.
Er ist christlich aufgewachsen, wobei die Mutter sehr streng war und ein Entfalten des
persönlichen Glaubens war diesbezüglich nicht möglich, da die Art und Weise „vordiktiert“
wurde.
Er hat mir einmal gesagt, dass Gott zwar Kinder hat, aber keine Enkel.
Und da ihn alle für einen echten Christen gehalten haben, kann man sehen, wie groß gerade
die Gefahr bei unseren Kindern ist, dass sie in einen christlichen Lebensstil hinein wachsen,
ohne wirklich wiedergeboren zu sein.
Nach etlichen Exkursionen wo er alles mögliche andere im Leben ausprobiert hatte, hat ihn
unser Herr zu sich gezogen, bis er schließlich die echte Wiedergeburt erfahren hat.


Die andere Person, von der ich kurz berichten möchte, hat sich nach eigenen Angaben bekehrt
und hat sich auch taufen lassen. Dann war sie jahrelang in der Teestube tätig. Hat sich aber
von Gott verabschiedet, weil sie nicht das bekommen hat, was sie von Gott wollte.
Die Meinung dieser Person ist heute, dass Gott nichts Gutes möchte und dass Gott und der
Teufel sich ein Spielchen mit den Menschen machen. Der Eine macht auf Gut und der andere
auf Böse.
Seine Bekehrung fußte auf falsche Versprechen der Christen und somit für eine total falsche
Ausgangsposition für ein Leben in Christus.




Wachsen und reifen in Christus

Wenn ich möchte, dass meine Kinder reife Gläubige werden, dann muss ich Vorbild sein.
Deswegen dieses wichtige Kapitel. Und außerdem soll es mich auch selbst befähigen, bereit
zu sein.

Ich möchte noch einmal betonen, dass in vielen Punkten nicht die Frage sein muss, ob ich
verloren gehe. Ich kann und darf mich an Vielem in dieser Welt erfreuen. Es darf mich aber
nichts gefangen nehmen (1.Kor.6, 12).
Aber ich muss mir auch die Frage stellen, ob mich manches nicht hindert, den Auftrag Jesu in
dieser Welt zu erfüllen.

Das folgende Gleichnis erzählte Jesus unmittelbar nach dem Gleichnis mit dem Sämann, wo
der Same dann auf guten Boden fiel und dann auch Frucht bringt.

1. Das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen
Matth. 13, 24-30
Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Reich der Himmel gleicht einem
Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. Während aber die Leute schliefen, kam
sein Feind und säte Unkraut mitten unter den Weizen und ging davon.
Als nun die Saat wuchs und Frucht ansetzte, da zeigte sich auch das Unkraut.
Und die Knechte des Hausherrn traten herzu und sprachen zu ihm: Herr, hast du nicht guten
Samen in deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut?
Er aber sprach zu ihnen: Das hat der Feind getan! Da sagten die Knechte zu ihm: Willst du
nun, dass wir hingehen und es zusammenlesen?
Er aber sprach: Nein! damit ihr nicht beim Zusammenlesen des Unkrauts zugleich mit ihm
den Weizen ausreißt.
Lasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte, und zur Zeit der Ernte will ich den
Schnittern sagen: Lest zuerst das Unkraut zusammen und bindet es in Bündel, dass man es
verbrenne; den Weizen aber sammelt in meine Scheune!

Reich der Himmel wird auch in anderen Übersetzungen mit Himmelreich oder Reich Gottes,
bezeichnet.
Das Rieneker Bibellexikon beschreibt es folgendermaßen:
Das Reich Gottes ist nach Jesu Zeugnis eine allmählich werdende und wachsende, sich
entfaltende Größe. Es ist in ihm angebrochen und doch noch etwas Zukünftiges. Jesus selbst
ist der von Gott gesandte König dieses Reiches. Durch seinen Einzug in Jerusalem (Mt 21,1 )
und sein Zeugnis vor dem Hohen Rat (Mt 26,63 ) und vor Pilatus (Joh 18,37) hat er sich als
dieser König zu erkennen gegeben. Sein Reich hat geistlichen Charakter, es ist nicht »von
dieser Welt« (V. 36). Fleischliche Waffen können nicht angewandt werden, um es aufzurichten
(V. 33-37). Wer dieses Reich »sehen« und in es »hineinkommen« möchte, muss »von neuem«,
d.h. »aus dem Geist« geboren sein (Joh 3,1-8). So gehört das R. G. nicht bloß den Juden,
28
sondern allen, die sich in das rechte Verhältnis zu Gott bringen lassen (vgl. Mt 8,11).

In dem jetzigen Gleichnis wird es mit einem Acker verglichen. Und was zu unserem Thema
interessant ist, ist das Unkraut.
Die gängigen Ausleger sind sich einig, dass es sich bei diesem Unkraut um das Taumellolch
handelt. Es ist ein giftiges Gras und vom Weizen sehr schwer zu unterscheiden. Erst wenn der
Weizen Ähren ansetzt, die reifen, kann man beides voneinander unterscheiden.




Und jetzt sagt Jesus in Vers 38, dass dieser Taumellolch, die Kinder des Bösen sind.
Und Böse kommt von poneros und bedeutet: „im moralisch-sittlichen Sinn von Personen oder
Dingen: böse, schlecht, korrupt, verkommen, schlimm. ein böser Mensch: d. Missetäter,
29
Bösewicht; das Böse: böse Gedanken, Handlungen oder Dinge“

Wir kommen weiter zu Math.13,41+42, wo Jesus sagt:
Der Sohn des Menschen wird seine Engel aussenden, und sie werden alle Ärgernisse und die
Gesetzlosigkeit verüben aus seinem Reich sammeln und werden sie in den Feuerofen werfen;
dort wird das Heulen und das Zähneknirschen sein.

Für das Wort Ärgernisse steht im griechischen „skand-alon“, (daher kommt das Wort
30
„Skandal“) und bedeutet: „d. was Anstoß, Missbilligung oder Widerspruch hervorruft.“
Weiterhin verüben diese Leute „anomia“, was „gesetzwidrigen Handlungen, Ungerechtigkeit,
31
Sünde, Verbrechen, Bosheit, Schlechtigkeit“ bedeutet.

Es ist kaum vorstellbar, dass dies im Reich Gottes passieren soll.
Weizen und Unkraut sehen sich bis zur Reife sehrähnlich, was bedeutet, dass die Menschen,
für die das Unkraut steht, zunächst ohne weiteres als Christen durchgehen.


Ein Beispiel für solch einen Menschen findet sich in Judas Ischariot wieder. Wie alle anderen
Jünger auch, startete er mit Jesus und ging auch in seine „Lehre“.
Während aber die Elf sich weiterentwickelten, auch wenn so manche Macken, Fehler und
Charakterschwächen durchkamen, entwickelte sich Judas nicht. Aber dies passierte innerlich.
Die Jünger und Jesus waren tagtäglich gemeinsam unterwegs und so eine Gemeinschaft
entwickelt ihre eigene Intimität. Und trotzdem haben die übrigen elf Jünger seinen inneren
Wandel nicht bemerkt.
Judas hatte gehofft, dass der Herr sein irdisches Reich aufrichten würde, und er mit davon
profitieren würde. Und als Judas sah, dass es ganz anders laufen würde, versuchte er noch
etwas Gewinn heraus zu schlagen. Ob er nun machthungrig war, gierig nach Profit oder nur
seine eigenen Ziele mit Jesus verwirklichen wollte, ist jetzt zweitrangig. Als alle anderen
Jünger nach einer harten Rede von Jesus, davon gingen, blieb er dabei (Joh.6, 60-71).

Der Kernpunkt ist der, dass die elf Jünger bis zum Schluss nicht mitgekriegt hatten, was da
los war.
Denn etliche meinten, weil Judas den Beutel hatte, sage Jesus zu ihm: Kaufe, was wir zum
Fest benötigen! oder er solle den Armen etwas geben. Joh.13, 29

Und damit kommen wir zum nächsten Punkt.


2. Prüfe dich selber
Prüft euch selbst, ob ihr im Glauben seid; stellt euch selbst auf die Probe! Oder erkennt ihr
euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist? Es sei denn, dass ihr unechte wärt!
2.Korinther 13,5

Als unecht kann man auch unbewährt nehmen. Das ursprüngliche Wort im griechischen heißt
„a-dokimos“ und bedeutet: „von Personen oder Sachen: (nach einem Test) als unbrauchbar
32
verworfen“




Wenn Alles vergeht, so wird das Wort Gottes immer bestehen bleiben. Es ist ein Fels in der
Brandung und ein Licht in der Nacht. Es ändert sich nicht wie ein Fähnchen im Wind.
Sich immer wieder neu am Wort Gottes zu prüfen, ist das Sicherste, was wir machen können.

Gerade jetzt, wo ich dies schreibe, habe ich mir darüber Gedanken gemacht, ob ich nicht auch
zu dem Unkraut gehöre oder das ich eine Wendung in meinem christlichen Leben so nehme,
wie ein bekannter Prediger, der Jesus als den einzigen Weg zum Vater leugnet und der der
Allversöhnungslehre anhängt.

Sich selbst in Frage zu stellen, ist nie verkehrt. Aber dabei sollte eine „gesunde Mitte“
vorhanden sein.
Sich ständig zu kritisieren und über sich zu nörgeln, kann sich zu einer Manie zu entwickeln,
die gesundes Wachstum verdrängt. Aber man kann auch auf der anderen Seite vom Pferd
herunter fallen, wenn man Jesus als guten Kumpel nimmt und denkt, der liebe Vater im
Himmel „wird schon alle fünfe Grade sein lassen“.
Wir haben einen liebenden Vater, aber Gott ist auch ein heiliger Gott, der die Sünde hasst.

Lothar Gassmann hat dies einmal in einem „Brief an die Jugend“ so verfasst:
Man hat euch gesagt:
„Redet doch nicht von Sünde, sondern nur von Fehlern, Pannen, Ausrutschern und
Missgeschicken! Gut und böse sind dasselbe!“
Gottes Wort sagt:
„Die Sünde ist der Leute Verderben“ (Sprüche 14,34).
„Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die aus Finsternis Licht und aus Licht
33
Finsternis machen, die aus sauer süß und aus süß sauer machen!“ (Jesaja 5,20).

Sich selbst beobachten und kennen zu lernen ist enorm wichtig. Aus unserem Herzen kommt
all das, was uns verunreinigt


3. Verlasse die Versammlung nicht
Lasst uns festhalten am Bekenntnis der Hoffnung, ohne zu wanken - denn er ist treu, der die
Verheißung gegeben hat -, und lasst uns aufeinander achtgeben, damit wir uns gegenseitig
anspornen zur Liebe und zu guten indem wir unsere eigene Versammlung nicht verlassen, wie
es einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen, und das um so mehr, als ihr den Tag
herannahen seht! Hebr 10,23-25.

„Den Tag herannahen sehen“ bezieht sich auf die Endzeit, in der wir leben. Und umso
wichtiger ist, dass wir Alle zusammen halten und aufeinander aufpassen. Das bedeutet nicht,
dass wir mit Gewalt zu einer unbiblischen Ökumene streben oder künstlich auf Events eine
Atmosphäre erzeugen, wo alles Friede, Freude, Eierkuchen ist.

Die Gemeinschaft der Heiligen ist geprägt durch echte geschwisterliche Liebe zueinander und
tiefer Demut, wo Jesus der Herr in ihrer Mitte ist.
Es gibt noch viele wichtige und gute Eigenschaften, aber hier seien nur „Bereitschaft zum
Dienen“, Vergebung“ und „Verantwortung“ genannt.
Besondere Aufmerksamkeit möchte ich der „Verantwortung“ schenken.



Sie erwächst aus der Liebe zueinander, der Bereitschaft zum Dienen, der Demut, wo ich den
Anderen höher als mich selbst achte und aus der Vergebung, ohne die keine echte
Gemeinschaft möglich ist.

John MacArthur schreibt in „Die lebendige Gemeinde“:
In einer Gemeinde ist es unverzichtbar, zu lehren, füreinander verantwortlich zu sein. Wir
sollten nicht um die Farbe der Tapeten und Teppiche besorgt sein, sondern umeinander.
Menschen sind wichtiger als Programme. In Matthäus 7,3 sagt Jesus: »Warum machst du dir
mehr Gedanken über das kleine Problem im Leben deines Bruders als über das größere
Problem in deinem eigenen Leben?«
Das Prinzip ist folgendes: Wir haben eine Verantwortung, jemand anderen auf seine Sünde
aufmerksam zumachen, aber bevor wir das tun können, müssen wir uns mit unserer eigenen
Sünde befassen (V. 5). Verantwortlichkeit unter Gemeindeangehörigen ist eine wichtige
Sache. In einer Beziehung der Verantwortung ist jemand nicht nur dafür zuständig, sich um
andere zu kümmern, sondern ist auch dafür verantwortlich, dass sein eigenes Leben in
34
Ordnung ist, bevor er sich um andere zu kümmern versucht.

Dies ist ein guter Wechsel. „Ich kümmere mich um Dich – Du kümmerst Dich um mich.
Damit Du Dich um mich kümmern kannst, musst Du an Dir arbeiten und damit ich mich um
Dich kümmern kann, dann muss ich auch an mir arbeiten.“

Und das wird auch die lebendigen Gemeinden und Christen von den anderen unterscheiden:
„Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander lieben sollt, damit, wie ich euch geliebt
habe, auch ihr einander liebt. Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid,
wenn ihr Liebe untereinander habt.“ Joh.13, 34-35

Aber gerade für die Endzeit hat unser Herr Jesus in Matth. 24, 12 folgendes gesagt:
Und weil die Gesetzlosigkeit überhand nimmt, wird die Liebe in vielen erkalten.

Unser Herr meint hier die geistliche Liebe (gr. agape). Und wieder begegnet uns übrigens
hier die Gesetzlosigkeit.

Leider sind mir im Leben etliche Menschen begegnet, die von der Gemeinde, oft auch mit
Recht, sehr, sehr enttäuscht waren.
Sie wurden dann im Stich gelassen, wenn sie Hilfe benötigten oder wurden durch
Machtmenschen manipuliert. Eine geschiedene alleinstehende Mutter wird als Sünderin
„außen vor gelassen“, weil sie den „christlichen Familienstatus“ nicht hat.
Andere Menschen passen nicht in das Gemeindeprofil, und Singles sind zu oft mit sich allein.
Die Liste ist endlos lang.
Buchempfehlung „Macht und Manipulation in der Gemeinde“.

Es ist leicht, die entfernten Geschwister in Afrika oder Indien zu lieben und für die
Missionare dort zu beten. Aber was ist mit meinen nächsten Geschwistern?
In der Liebe Christi zu sein, bedeutet, dass ich Interesse daran habe, dass auch meine nächsten
Geschwister durch die Endzeit mit durchkommen.

Und dann sollten wir uns auch fragen, wie wir miteinander umgehen.


4. Lebe in der Heiligung
Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur
Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet
sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet. 2.Tim. 3, 16

Heiligung bedeutet, dass ich ausgesondert und ein Eigentum des heiligen Gottes bin
(1.Petr.1, 14-16).
Wenn wir in Christus wiedergeboren werden, dann werden wir auch in die Heiligung geführt.

Das Rieneker Bibellexikon beschreibt das Ziel der Heiligung folgendermaßen:
Das ZIEL der Heiligung ist die Vollendung und Verklärung der Gläubigen in das Bild des
Christus (Röm 8,17. 28; 1Kor 15,35; Phil 3,21; 1Joh 3,2), die Vollkommenheit in ihm (Kol
1,28; 2,10), wie sie der Herr selbst von seinen Jüngern gefordert und ihnen verheißen hat (Mt
5,48). Das Anziehen dieser Vollkommenheit, des neuen Menschen (Eph 4,24), ist unsere
tägliche Aufgabe: »allezeit fröhlich - allezeit für alles dankbar - völlig in der Liebe« (1Kor
35
14,20; Phil 3,15; 1Petr 2,9; Hebr 5,14).

Mittel zum Wachsen in der Heiligung sind Gemeinschaft, Brotbrechen, Wort Gottes und
Gebet.
Ich persönlich bin der Ansicht, dass ein sehr wichtiger Bestandteil die Beschneidung am
Herzen des Menschen ist (Röm. 2,29; Kol. 2,11).
Und wodurch passiert dies? Durch das reine und unverfälschte Wort Gottes.
Stück um Stück möchte der Heilige Geist an uns arbeiten und uns umformen.

Natürlich ist dies ein Wachstumsprozess. Aber danach zu streben, lohnt sich.
Aber ich muss auch daran denken, wie viel Zeit ich in Dinge verschleudere, die in Richtung
Sucht und nicht mehr in Richtung Zerstreuung einzuordnen sind.


5. Bleibe am unverfälschten Wort Gottes
Und er führte ihn nach Jerusalem und stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sprach zu
ihm: Wenn du der Sohn Gottes bist, so stürze dich von hier hinab; denn es steht geschrieben:
»Er wird seinen Engeln deinetwegen Befehl geben, daß sie dich behüten, und sie werden dich
auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt.«
Lukas 4,9-11

Ein Problem in China ist, dass es nicht genug Bibeln gibt. Und daher können viele falsche
Propheten mit ihren Irrlehren Fuß fassen, wo die Menschen nicht prüfen können.
Der Teufel zitiert den Psalm 91, 11+12. Und jetzt kommt das Entscheidende: Satan lässt die
Wörter „auf allen deinen Wegen“ weg, zitiert also die Bibelstelle nicht vollständig und
verdreht somit den Sinn.

Wir kommen noch zu einem weiteren interessanten Aspekt. Roger Liebi zitiert in „Der
Messias im Tempel“:
„In Verbindung mit der höchsten Stelle des Tempelbezirks haben wir nun das Thema »der
Teufel im Tempel« vor uns. Ist es möglich, dass der Widersacher im Haus Gottes auftreten
kann? Natürlich, Mat 4 und Luk 4 bezeugen es ja klar. Beachtenswert ist dabei aber noch,
dass der Verführer im Heiligtum fromm getarnt auftritt, gewissermaßen mit der Bibel unter



dem Arm. Bei den anderen beiden Episoden der Versuchungsgeschichte, in der Wüste und auf
dem hohen Berg, argumentierte der Widersacher nicht mit der Heiligen Schrift
36
(Mat 4,1-4.8-10; Luk 4,1-8).“

Das erinnert uns auch an 1. Petrus 5, 8, wo der Teufel als brüllender Löwe dargestellt wird
und „sucht wen er verschlingen kann.“
Wo macht er das? Natürlich in der Gemeinde. Die in der Welt hat er doch schon „in der
Tasche“.

Dies zeigt uns, wie wichtig es ist, die Bibel zu kennen. Und das führt uns auch schon zum
nächsten Abschnitt:


6. Prüfe die Lehren
Und um das bete ich, dass eure Liebe noch mehr und mehr überströme in Erkenntnis und
allem damit ihr prüfen könnt, worauf es ankommt, so dass ihr lauter und ohne Anstoß seid bis
auf den Tag des Christus, erfüllt mit Früchten der Gerechtigkeit, die durch Jesus Christus
[gewirkt werden] zur Ehre und zum Lob Gottes.
Philipper 1, 9-11

Das neue Testament ist voll mit Warnungen
- vor falschen Propheten und vor falschen Christi (Matth.24,11+24; Mark.13, 22;
2.petr.2, 1; 1.Jog.4, 1)
- vor falschen Lehrern und ihrer Lehre (2.Petr.2, 1; 1.Tim.4, 1; Eph.4, 14; hebr.13, 9)
und
- vor Satan, der sich als Engel des Lichtes verkleidet und seine Diener verkleiden sich
als Diener der Gerechtigkeit (2.Kor.11, 14).


Ich habe festgestellt, dass viele Geschwister einen großen und fatalen Fehler begehen, indem
sie alles schlucken und aufnehmen, was ihnen an Lehre vorgesetzt wird.

Ein Mann erklärte mir einmal sinngemäß nach einer Predigt, die ich über „Was verhindert das
Wachstum“ gehalten hatte, dass er es für nicht notwendig erachte, tiefer in das Wort
einzudringen, denn das würde nur zu sehr verwirren. Das ist schade, aber nicht so schlimm,
wenn er noch gute Lehre bekommt.

Schlimmer ist es, wenn die Menschen sich gefühlsmäßig übertrieben anstecken lassen. Nicht
umsonst steht in 1.Petrus 5,8, bevor der Teufel als brüllender Löwe erwähnt wird: „Seid
nüchtern und wacht“.
Nüchtern heißt im griechischen „nepho“ und bedeutet: frei sein von jeder Art von
Überschwenglichkeit, Leidenschaft, Verwirrung und Überstürzung; ruhig, besonnen und
37
beherrscht sein; Verstand, Sinne und Gefühle völlig unter Kontrolle haben.

Bei den meisten charismatischen und den afrikanischen Gottesdiensten ist aber leider genau
das Gegenteil der Fall.
Ich erfreue mich auch an Lobpreismusik. Aber sie darf nicht in Ekstase führen und
dahingehend, dass man sich selber nicht mehr unter Kontrolle hat.


Als ich einmal in einer afrikanischen Gemeinde gepredigt habe, habe ich mit der Gemeinde
einen Test gemacht. Ich habe mittendrin noch mal Musik spielen lassen und anschließend
habe ich dann so versucht diese enthusiastischen Prediger nachzuahmen (ich bin eher ein
ruhiger Prediger, die meisten Afrikaner wollen bei mir fast einschlafen) mit großem
„Halleluja“, „wir haben einen großen Gott, Halleluja!“ und dererlei mehr.
Und die Menge war auch begeistert. Und ich habe dann eingefügt: „Und dann stehen wir in
der Kraft des Herrn auf und der Teufel wird zum Papiertiger! Halleluujaa!!“
Bis auf wenige Personen haben dann auch alle mit Begeisterung Halleluja gerufen.

Ich habe natürlich den Leuten erklärt, dass sie den Test nicht bestanden hatten. Aber es war
schon erschreckend, wie wenig die Leute prüfen.
Wenn ich es nicht bei der Anbetung bin, so muss ich doch wenigstens bei der Predigt
nüchtern bleiben und prüfen können.
Auf diese Art und Weise werden auch die meisten falschen Prophetien unter die Leute
gebracht und manipuliert, wie ich selber in vielen Gemeinden erlebt habe.



Die unsichtbare Welt und was wir noch tun können

Eine klare Realität
Wir aber haben nicht den Geist der Welt (pneuma tou kosmou) empfangen, sondern den
Geist, der aus Gott ist (pneuma tou theou), so dass wir wissen können, was uns von Gott
geschenkt ist; und davon reden wir auch, nicht in Worten, die von menschlicher Weisheit
gelehrt sind, sondern in solchen, die vom Heiligen Geist gelehrt sind, indem wir Geistliches
geistlich erklären. 1.Kor.2, 12+13

Die Bibel bezeichnet die Person, die kosmische Kraft zu geben vermag, als den „Fürsten des
Kosmos“ (Arkon tou kosmou, Joh.12, 31) und seine Diener als „Kosmokratores“, als
„Weltherrscher der Finsternis“ (Eph.6, 12).

In diesem Zusammenhang sei auch erwähnt, dass im esoterischen und asiatischen Bereich
sehr oft von der „universellen Energie“ die Rede ist. Oder auch Ki- oder Chi-Energie genannt.
Es gibt gewisse Übungen wie Yoga, Tai Chi, Qi Gong und Transzendentale Meditation, die
dazu dienen, sich mit dieser universellen kosmischen Energie zu verbinden. Zu diesen
Übungen gehört auch die „christliche“ Kontemplation, von der bereits schon die Rede war.

Nun möchte ich nicht in Gefahr laufen, zu viel über Dämonen sprechen. Das andere extrem
ist, dass man die Existenz von Teufel und Dämonen leugnet.
Ohne jetzt hinter jedem Gebüsch einen Dämonen sehen zu wollen; so müssen wir uns
dennoch vor Augen halten, dass die treibende Kraft, die hinter dem Weltsystem steht, die
Mächte der Finsternis sind.
Sie wollen nicht nur den Geist des Antichristen unterstützen und die Menschen auf vielerlei
Weise abhalten, zum lebendigen Gott zu finden.

Sie möchten uns Christen angreifen, kraftlos und untauglich machen. Und sie wollen mit allen
Mitteln Einfluss auf unsere Gemeinden und Kirchenkreise nehmen.
Wo immer sie können und man ihnen Raum gibt, schaden sie dem Leib Christi.
Sie hetzen Christen gegenseitig auf und fördern Macht, Manipulation und geistlichen
Missbrauch in den Gemeinden, indem sie die menschlichen Schwächen, das Fleisch und das
sündige Wesen des Menschen ausnutzen.

Zu oft vergessen wir, dass Jesus gesagt hat, das wer im Himmel der Größte sein will, er sich
auf Erden klein machen soll (Math.18, 4), was gerade auch für Leiter und Führungspersonen
gilt (Luk.22, 26).
Und wer sich erhöht, der wird erniedrigt werden; sowie, ein Jeder trage des anderen Last
(Gal.6, 2) und ein Jeder achte den Anderen höher als sich selber (Phil.2, 3).

Ich kann mir so richtig vorstellen, wie sich die Dämonen regelrecht über uns kaputtlachen,
wenn sie daneben stehen, während wir uns gegenseitig zerfleischen.


Eine wunderbare Tatsache
Viele wirklich wiedergeborene Christen sind sich überhaupt nicht bewusst, was für eine
Macht ihnen gegeben wurde, wenn sie in der Heiligung mit Jesus Christus leben.



Ein gläubiger Christ erzählte mir, dass seine Schwester seit 30 Jahren Tai Chi macht und mit
der universellen Energie arbeitet, die ja vom Satan direkt kommt.
Wenn sie ihre Energie fließen lässt, dann kann nicht der kräftigste Mann sie umwerfen oder
von der Stelle heben.
Dann sollte er, der Bruder das machen. Es genügte ein leichter Schubs und sie flog auf den
Boden.
Ein weiteres Beispiel habe ich ebenfalls aus erster Hand:
Es kam eine Magierin nach Bremen, die dort ihre magischen Kunststücke vortragen wollte.
Kurz bevor sie loslegte sagte sie noch sinngemäß: „Es ist eine stärke Macht hier im Raum.
Ich bitte die zwei Christen, die hier anwesend sind, den Saal zu verlasse, sonst kann ich nicht
anfangen.“

Manchmal kommt mir es so vor, als müssten wir Christen vor den Mächten der Finsternis
kuschen und uns möglichst mit gesenktem Kopf still verhalten, damit sie uns ja nicht
bedrängen. So wie die Schülerin auf dem Schulhof, die ständig gemobbt und gehänselt wird.

Anderseits dürfen wir uns nicht als die absoluten Superchristen halten, die jetzt mit
Geistlicher Kampfführung vorwärts stürmen und meinen, dass wir selber die Dämonen binden
und bekämpfen könnten. Allzu oft wird übersehen, dass sich Math.18, 18 auf Gemeindezucht
bezieht.

Wenn wir aber das Wort Gottes missionarisch verkünden, dann dürfen wir den Herrn darum
bitten, dass ER den Teufel bindet, damit er nicht das Wort von den Herzen der Menschen
wegnimmt (Lukas 8, 12).


Dave Hunt schreibt treffend:
Im Radio und Fernsehen, in christlichen Büchern und Zeitschriften und von den bekanntesten
Kanzeln wird uns gesagt, das Geheimnis zur Weltevangelisation und zu persönlichem Sieg
und Wohlstand sei die Offensive gegen Satan und das »Binden« verschiedener böser Geister,
die diese Erde beherrschen. Sogar die Erscheinung von Medjugorje (ein anderer Name von
der Jungfrau Maria, Anm. des Verf.) erklärte: »Durch Gebet und Fasten können Christen
Krieg und sogar Naturkatastrophen beenden. «
Wenn das stimmt, dann kann man die Christen für alle Naturkatastrophen und Kriege der
Welt beschuldigen. Wenn das Böse diese Welt regiert und Menschen in die Hölle kommen,
liegt das daran, dass Christen nicht genug gebetet haben. Doch das ist weder logisch noch
biblisch. Unabhängig vom Ausmaß des Betens und Fastens seitens der Christen muss jeder
Mensch immer noch eine persönliche Entscheidung treffen, ob er Gott oder Satan folgen will,
ob er dem Evangelium glauben und Gottes Vergebung empfangen oder Christus ablehnen und
sein gerechtes Gericht erleiden will. Der Kampf zwischen Gott und Satan wird in jedem
38
einzelnen Herzen ausgefochten.



Was wir tun können
Und sie haben ihn (den Teufel Anm.d.Verf.) überwunden um des Blutes des Lammes und um
des Wortes ihres Zeugnisses willen und haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod!
Offb.12, 11


Walvoord schreibt dazu:
„Satan wurde dabei als der Verkläger bezeichnet, der die Gläubigen Tag und Nacht vor ...
Gott anklagt. Die göttliche Instanz, durch die er überwunden und aus dem Himmel verbannt
wurde, war des Lammes Blut und ... das Wort des Zeugnisses der Gläubigen. Alle Märtyrer
39
hatten also teil am Sieg Christi über den Teufel.“


In dieser Bibelstelle finden sich drei entscheidende Schlüsselwortkombinationen:
- Blut des Lammes
- Wort des Zeugnisses der Gläubigen und
- Leben nicht geliebt bis in den Tod

Die herrlichste Tatsache ist die, dass das Blut des Lammes uns von allen Sünden reinigt
(1.Petr.1, 18; 1.Joh.1, 7). Ohne dieser Sündenvergebung gehen wir in die Hölle.
Und das bildet mit die Grundlage für die nächste Wortkombination.

Die Gläubigen geben ein Wort des Zeugnisses wieder. Dies ist eine evangelistische Handlung
oder missionarische Tat. Wenn ich evangelistisch oder missionarisch tätig sein will, dann darf
das persönliche Zeugnis nicht fehlen, was Jesus Christus für mich auf Golgatha getan hat.

Schauen wir uns das einmal in Verbindung mit der geistlichen Waffenrüstung an:
Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr standhalten könnt gegenüber den listigen
Kunstgriffen des Teufels; denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut,
sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der
Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen [Mächte] der Bosheit in den himmlischen
[Regionen]. Epheser 6,11-12

Als Vorbild diente Paulus die Waffenrüstung eines römischen Soldaten.
Die ersten drei Bestandteile wurden ständig auf dem Schlachtfeld getragen. Dazu gehören
Gürtel, Brustpanzer und Stiefel. Schild, Helm und Schwert wurden bereit gehalten.
Für einen Soldaten damals und auch heute gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder er
befindet sich im Einsatz, also im Krieg, auch wenn es Pausen zwischen den Gefechten gibt,
oder er trainiert in Friedenszeiten in seiner Heimat und wohnt Zuhause.

Nun heißt es aber, dass unsere Heimat der Himmel ist. Genau genommen spricht die Bibel in
Philipper 3, 20 vom Bürgertum.
Das bedeutet, dass wir hier auf Erden Fremdlinge sind.
Und das wir uns im Krieg befinden. In einem geistlichen Krieg.

Die Soldaten früher sind zu Fuß zum Schlachtfeld marschiert und brauchten stabiles
Schuhwerk, dass sie dorthin bringen würde.
Die Stiefel anzuziehen bedeutete, dass man bereit war, in die Schlacht zu ziehen.
Nun sind die Stiefel „die Bereitschaft [zum Zeugnis] für das Evangelium des Friedens.“
Eph.6, 15. Es geht in die gleiche Richtung wie in Offenbarung 12, 11, wo auch vom Wort des
Zeugnisses die Rede ist.
Natürlich werde ich angegriffen, sobald ich bereit bin Zeugnis davon abzulegen, was Jesus in
meinem Leben tat. Aber dafür habe ich ja die Waffenrüstung.

Ein weiterer entscheidender Punkt ist der, dass ich dort nirgends lese, dass wir selber den
Feind angreifen sollen.


„Standhalten“ oder auch „bestehen können“ ist Deffensivabwehr.
In Vers 13 steht, dass wir die Waffenrüstung anlegen sollen, nachdem „wir alles wohl
ausgerichtet haben“.
Also kann der Angriff auf Dämonen oder geistliche Festungen nicht gemeint sein.
Kein Soldat greift ohne Rüstung den Feind an.


a) Unser Schwert des Geistes ist das Wort Gottes in der Abwehr
Roger Liebi schreibt dazu:
Der Herr Jesus selbst aber widersprach in jedem Fall, nicht nur im Tempel, sondern auch in
der Wüste und auf dem Berg, mit einem Bibelwort – übrigens jedes Mal aus dem 5. Buch
Mose, der Schriftrolle des Gehorsams. Damit hat er allen seinen Nachfolgern ein unbedingt
nachzuahmendes Beispiel gegeben, um zu wissen, wie in Fällen von Versuchung durch Satan
gehandelt werden soll: In diesen Situationen muss mit dem »Wort Gottes«, dem »Schwert des
Geistes«, entschieden gekämpft werden (Eph 6,17)...Im Tempel benutzte Satan auch das
Kurzschwert des Geistes, indem er aus Psalm 91,11-12 zitierte. Es stellt sich hier natürlich
die Frage, wer gewinnt, wenn beide Parteien im Kampf »das Schwert des Geistes« benutzen?
Nun muss man Folgendes beachten: Satan zitierte die Bibel so, dass seine Anwendung der
Psalmenverse dem Gesamtzeugnis der Heiligen Schrift eindeutig widersprachen. Zweitens
machte er in seinem Zitat wichtige Auslassungen: Der Gedanke des Bewahrtwerdens »auf
allen deinen Wegen« (vgl. Ps 91,11) ließ er tunlichst weg. Für Jünger Jesu ist es wichtig
zumindest Hunderte von Bibelversen auswendig zu kennen, um sie in unverhofften Situationen
als Dolch im Nahkampf zu verwenden. Aber es ist wichtig, die Verse so einzusetzen, dass sie
1. dem Gesamtzeugnis der Heiligen Schrift entsprechen und 2. keine hinterlistig
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sinnentstellenden Auslassungen enthalten.


b) Unser Schwert des Geistes ist das Wort Gottes zur Befreiung
„...er soll mit Sanftmut die Widerspenstigen zurechtweisen, ob ihnen Gott nicht noch Buße
geben möchte zur Erkenntnis der Wahrheit und sie wieder nüchtern werden aus dem
Fallstrick des Teufels heraus, von dem sie lebendig gefangen worden sind für seinen Willen.“
2.Tim.2, 25-26

Zurechtweisen bedeutet auch „unterweisen“ oder „erziehen“. Auch hier haben wir kein
Binden von Dämonen, sondern eine „Befreiungsaktion“, die mitunter sehr lange dauern kann.


c) Unser Schwert des Geistes ist das Wort Gottes, das auch zweischneidig ist
„Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige
Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als
auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens.“
Hebräerbrief 4, 12

Für den Gläubigen ist das Wort Gottes Trost und Kraft. Für die Menschen, die mit Jesus
Christus nichts zu tun haben wollen, ein Instrument des Gerichts und dessen Vollstreckung.

Wahre geistliche Kampfführung besteht also darin, dass nur die Wahrheit Gottes, satanische
Lügen besiegen kann.


Der Kampf um Menschenseelen kann nicht mit menschlicher weltlicher Weisheit und
Raffinesse gewonnen werden, sondern eben nur, wenn wir das Wort Gottes richtig anwenden.
(Siehe auch 2.Korintehrbrief 10, 3-6).


Wir kommen nun zu dem letzten wichtigen Punkt, womit wir kämpfen und in die unsichtbare
Welt Einfluss nehmen dürfen.
Wie das im Detail aussieht, werden wir wohl erst erfahren, wenn wir beim Herrn sind.
Es sind auch darüber genug Bücher geschrieben worden, daher möchte ich nur das
anschneiden, was mir spontan auffiel.

Es ist das Gebet. Im Epheserbrief 6, 18 lesen wir:
„...indem ihr zu jeder Zeit betet mit allem Gebet und Flehen im Geist, und wacht zu diesem
Zweck in aller Ausdauer und Fürbitte für alle Heiligen,...“

Zu dem Schwert des Geistes, haben wir das Beten im Geist. Es heißt auch im Römerbrief
8, 26, dass der Geist unseren Schwachheiten zu Hilfe kommt.
Dies ist jetzt kein Beten was wir nicht mitkriegen würden, weil wir in Ekstase sind.
Der erste Korintherbrief Kapitel 14, Vers 15 spricht sich ganz klar gegen ekstatische Zustände
aus:
Wie soll es nun sein? Ich will mit dem Geist beten, ich will aber auch mit dem Verstand beten;
ich will mit dem Geist lobsingen, ich will aber auch mit dem Verstand lobsingen.

Wenn man zu sehr mit den Gefühlen drinnen hängt und auch nicht mitkriegt von dem was
man sagt; oder sich nicht, mit dem was er tut, unter Kontrolle hat, kann nicht bei Verstand
sein.

In dem Bibelwort aus Epheser steht auch das Wort „Ausdauer“.

Ich habe einmal das Zeugnis eines ehemaligen Satanisten gelesen, der auch außerhalb seines
Körper auf Astralreisen gehen konnte.
Er beschrieb den Einfluss der Mächte der Finsternis wie eine dicke Wolkendecke.
Das Gebet von Christen, die oberflächige Gebete sprachen, war wie kurze auflodernde
Flammen. Das ausdauernde Gebet erschien wie eine lodernde Flamme, die die Wolkendecke
durchstieß.

Ob das nun stimmt oder nicht, möchte ich einmal so stehen lassen. Ich möchte hier nur einmal
ganz vorsichtig an das zehnte Kapitel im Buch Daniel im Alten Testament erinnern. Aufgrund
des Gebetes gab es gewaltige Veränderungen.

Aber zwei Punkte haben sich bewahrheitet:
1. Wenn man anfängt „im stillen Kämmerlein“ zu beten, dann will Vieles stören wie
Geräusche, Gedanken, Unkonzentriertheit, Müdigkeit, etc. Aber wenn man beständig
dabei bleibt und mit seinem Gebet den Herrn lobt und anbetet und nicht auf sich selbst
und seine Wünsche fixiert ist, dann erlebt man eine Art „Durchbruch“.
2. Es gibt viele Berichte, dass in der Nähe von betenden Christen z.B. keine Seancen
(Treffen, wo man Geister befragt) oder ähnliche Veranstaltungen stattfinden können.




Beten ist also nicht irgendwo ein Dahinreden in den leeren Raum. Beten verändert
Situationen, wenn man nach Gottes Willen betet und „halten und tun, was vor ihm
wohlgefällig ist“ (s.a. 1. Joh.3, 21+22).

Viele Menschen, die einst Feuer für Gott waren, sind nun abgekühlt.
Sie sollten wissen, dass wenn der Teufel einen Menschen erledigen will, dann attackiert und
stiehlt Ihr Gebetsleben.
Und wenn das erstmal geschafft ist, dann gehen viele anderen Dinge „von alleine“ schief und
zugrunde. Der Teufel kann die Bibel lesen und sogar das Evangelium predigen.
Aber er kann nicht beten.
Aber er weiß, dass Sie beten können und Ihr Gebet kann ihn besiegen. Also wird er es nicht
erlauben, dass Sie beten. Es macht ihm nichts aus, einige Situationen herbeizuführen, dass Sie
unglücklich oder schwermütig sind, so dass Du nicht beten kannst.
Oder sie haben gesündigt und schämen sich nun so, dass Sie die Gegenwart Gottes meiden
wollen
Bedenken Sie: Gebetslosigkeit ist der Anfang vom Rückwärtsgang
Man sieht es bei Gemeinden, die kein aktives Gebetsleben haben. Sie sind in der Regel zwar
viel beschäftigt, aber es fehlt die geistliche Kraft.

Aber nun zurück zu unserer Bereitschaft, das Wort Gottes weiterzusagen und Zeugnis
abzulegen.

Natürlich gibt es die Option, den Mund zu halten und sich aus dem Kampf heraus zu halten.
Aber bedenken wir: Der Brustpanzer hat hinten am Rücken keinen Schutz.
Man darf nicht vor dem Feind fliehen wenn die Pfeile angeflogen kommen. Man muss ihm
entgegentreten.
Nun, es wird die Zeit kommen, dann werde ich nicht mehr „neutral“ sein können.
Entweder ich werde direkt gefragt, ob ich mich zu Jesus Christus und seinem Wort bekenne,
oder mein Schweigen wird gleichbedeutend sein, dass ich mit der Meinung der großen Masse,
die dem Lichtengel folgt, einverstanden bin.

Und das führt uns dann zur dritten und letzen Wortkombination. Ich lasse mein Leben für
Jesus Christus. Es wir die Zeit kommen, da bedeutet Schweigen Leben, was ich mit einem
hohen Preis bezahlen würde.
Mein Zeugnis, was Jesus Christus für mich in meinem Leben getan hat, wird mich das Leben
kosten, weil ich IHN mehr liebe als mein eigenes Leben.
Und das wiederum wird Zeugnis und Same sein, dass Andere gerettet werden. Denn in Zeiten
der Verfolgung wuchs die Zahl der Christenheit.

Zum Abschluss dieses Kapitels noch etwas zum nachdenken:
Ist Ihnen der Film „Der Goldene Kompass“ bekannt? Dort in dieser Welt sind, wie im
Schamanismus die Geister, „Daemonen“ die Freunde von Kindern.
Jetzt gibt es eine geheime Organisation, die für das Magisterium (die absolut Bösen in dem
Film), arbeitet und für das Verschwinden vieler Kinder verantwortlich ist. Diese wollen die
Kinder von ihren „Daemonen“ trennen.

Das könnte uns Christen zu unsympathischen Fanatikern werden lassen.
Denn wir Christen sind die Einzigen, die Dämonen austreiben können, wenn wir in der
Vollmacht Jesus Christi handeln.




Abschlussgedanken

Miteinander reden und verstehen
Ich bin einmal im Internet über das Zeugnis eines Mannes gestoßen, der zunächst wohl von
„Narnia“ (von C.S.Lewis) begeistert war. Doch in Band 1 entdeckte er eine Falschinformation
des Schöpfungsberichtes. Lewis hatte eine Legende aus dem jüdischen Talmud benutzt, wo
die erste Frau Adams nicht Eva, sondern Lilth sein soll, eine Erklärung zu liefern, woher die
Hexe kommt, die in Narnia eingedrungen war.
Dieser Mann zerriss die Narniabände und warf sie zusammen mit den Narnia-Figuren weg,
die er seinem Sohn mitgebracht hatte.

Ist dies wirklich der richtige Weg?
Oder wäre es nicht besser, man spricht mit seinem Kind über die Diskrepanzen und weist auf
die Dinge hin, wo Lewis biblische Wahrheiten und Evangelium vermitteln wollte?
Eigentlich hat zuerst Lewis Narnia extra für sein Patenkind geschrieben, um das Evangelium
zu erklären.

Es gibt Filme für Kinder, die im Gegensatz zu Narnia überhaupt nicht akzeptabel sind, wie
„Harry Potter“ oder Preußlers „Kleine Hexe“ und „Krabat“. Michael Endes Bücher sind auch
mit Vorsicht zu genießen. Preußler gab zu, mit Weißer Magie zu arbeiten und Michael Ende
schrieb seine Geschichten mit Hilfe eines Baumgeistes, wie er selber sagte.
Ebenso gibt es Walt Disney Zeichentrickfilme, die auch nicht ohne weiteres gedankenlos
angeschaut werden können. Bei „Der Glöckner von Notre Dame“ kann ich mich auch über
den Tanz der Esmeralda beim Karneval ärgern, oder ich nutze es, dass in dieser Geschichte
vermittelt wird, das es auf das Innere im Menschen ankommt und nicht auf das Äußere.

Dies ist natürlich eine Gradwanderung, die viel Weisheit braucht. Natürlich könnten viele
Leute aber gleich denken, dass man bei Star Wars auch das Gute sehen könnte, wenn Gut
gegen Böse kämpft. Allerdings ist gerade bei Star Wars leider viel Buddhismus, Hinduismus
und magische Handlungen, die nichts mehr mit der Fee aus Cinderella zu tun haben, integriert
worden. Auch ist Star Wars schon zu einer eigenen Religon geworden.


Kinder werden neugierig, je mehr ich ihnen etwas verbieten will. Wenn sie es sich nicht bei
mir Zuhause anschauen, dann bei ihren Freunden. Aber dort wird keiner sein, um mit ihnen
über den Inhalt zu reden und warum was nicht im Angesicht Gottes akzeptabel ist.
Das bedeutet aber nicht, dass ich die Filme Zuhause als abschreckendes Beispiel sammele.

Dies gehört auch zum Aspekt der Heiligung, worüber John MacArthur schreibt:
Wenn es um persönliche Heiligung geht, müssen wir klare Grenzen ziehen. Wir müssen
aufpassen, welchen Dingen wir uns und unsere Kinder aussetzen. Einige Kinofilme und
Bücher von heute können nicht konsumiert werden, ohne den Preis dafür zu zahlen.
Manchmal frage ich mich, was wohl solchen Christen durch den Sinn geht, die sich Filmen,
Fernsehsendungen und Printmedien aussetzen, die Unmoral und ein unbiblisches
Wertesystem verbreiten. Wir dürfen nicht wagen, unsere Maßstäbe herunterzuschrauben und
der Welt anzugleichen. Es schockiert, was unsere Gesellschaft alles toleriert. Worüber man
noch vor zehn Jahren höchstens hinter vorgehaltener Hand getuschelt hat, das wird heute
öffentlich zur Schau getragen. Ich staune, dass unsere Kultur in so kurzer Zeit so enorm
verfallen konnte. Christen sind zu einem reinen Leben berufen, und damit können wir keine
41
Kompromisse eingehen. Wir sollten unter uns den Maßstab der Reinheit neu bestärken.



Ich persönlich muss zugeben, das Harry Potter auch eine gewisse Anziehung auf mich
ausgeübt. Aber ich darf es nicht verdrängen und muss mich dieser Faszination stellen und mir
klar machen, dass ich mich davon nicht gefangen nehmen lassen darf.
Und ich muss mir auch immer wieder die Gründe dafür ins Gedächtnis rufen und es sein
lassen, diese Filme in meine Videokollektion aufzunehmen.
Einer der Gründe ist der, dass die Jugend an Zauberei gefallen findet und auch animiert wird
(im Gegensatz zu Disneys „Cinderella“), sich ebenfalls mit Magie zu beschäftigen.

Diesbezüglich geht es weiter in Richtung Musik. Ich kann nicht alle Musik wegschmeißen,
nur weil da mal kein Halleluja drin ist. Aber so manche andere Musik, darf ich nicht in
meinem Hause dulden, weil die Kinder sonst rebellisch werden.
Ich muss mir die Zeit nehmen und mich zuerst mit den Texten auseinandersetzen. Und dann
spreche ich mit meinem Kind darüber.

Dies gilt auch für Literatur. Vor Jahrzehnten bekam Pfarrer Wilhelm Busch Kritik zu hören,
weil er im Weigl Haus Karl May Bücher duldete. Aber er war der Meinung, ein echter Junge
braucht solche Abenteuerbände und „Karl May ist harmlos“.
Im Gegensatz zur „Bravo“, „Popcorn“ und anderen Jugendheften ist dies auch der Fall.


Ich hoffe, meine Intention kommt deutlich herüber.
Unsere Kinder sollen mit Hilfe vieler Medienangebote von Gott weg geführt werden. Bis
dahin gehend, dass sie für die neue Weltordnung vorbereitet werden und den Antichristen als
Welterlöser willkommen heißen.

Die Gefahr besteht aber, dass ich „das Kind mit dem Bade ausschütte“, weil ich zu sehr meine
Kinder behüten will.
Diesbezüglich habe ich dutzende Internetseiten gefunden, wo viele Dinge an den Haaren
herbeigezogen wurden, um nur ja die Öffentlichkeit zu warnen. Oder es wurden schon
Aufrufe getätigt, einen Leserbrief in der Zeitung veröffentlichen zu lassen, welche
Kinderfilme vom Teufel sind.
Ich befürchte eher aber, dass wir dadurch die Menschen nur noch neugieriger machen und wir
uns als Christen noch mehr von den Menschen als Spinner distanzieren, als das wir das
persönliche Gespräch mit nichtchristlichen Nachbarn und Bekannten suchen. Dieses bringt in
der Regel viel mehr Früchte hervor, wenn wir dies mit Weisheit tun und wir können das
Gespräch so lenken, dass die Menschen selber auf die Wahrheit kommen.
Viele Warnungen sind gut. Aber etliches verbraucht die Energie und die Kraft, die wir in das
Zeugnissein legen sollen

Hingegen sollten schon andere Christen informiert werden, damit man informiert ist und weiß
worüber man mit Nichtchristen spricht und wofür wir gemeinsam beten können.

Hingegen bewirkte in der Vergangenheit eine öffentliche Protestaktion, bei offensichtlichen
Skandalfilmen, wie „Die letzte Versuchung Jesu“, mehr Aufsehen und ein Absetzen des
Filmes in einigen Kinos.

Es ist alles ein Balanceakt, der nur durch viel Gebet und geschenkte Weisheit von Gott
bewerkstelligt werden kann.



Sechs Abschlussratschläge an Eltern
In seinem Buch „Die okkulte Invasion“ schreibt Dave Hunt:
Trotz allen Protests seitens der Eltern sind die Verfechter des Umschwungs fest entschlossen,
fortzufahren und ihren spirituellen Fahrplan durchzuziehen. Eltern sollten
1.) tägliche Familienandachten halten und sicherstellen, dass ihre Kinder Christus persönlich
kennen und ihm ihr Leben übergeben und geweiht haben;
2.) darauf achten, dass ihre Kinder dem Herrn aus freier Entscheidung glauben und
nachfolgen und dies nicht aufgrund elterlichen oder gemeindlichen Drucks tun;
3.) darauf achten, dass die aufrichtigen Fragen der Kinder beantwortet werden und dass sie
auf der Grundlage des Wortes Gottes wissen, was sie und warum sie glauben;
4.) wissen, was ihren Kindern auf der Schule beigebracht wird (sei es eine staatliche oder
christliche Schule), die Kinder wappnen, um Falschem widerstehen zu können und ggf. die
Kinder aus Klassen oder Programmen herausnehmen, die darauf konzipiert sind, ihren
Glauben und ihre Moralmaßstäbe zu untergraben;
5.) sorgsam Freundschaften, Aktivitäten und andere Einflüsse auf ihr Leben beobachten, die
genauso todbringend sein können wie der Einfluss der öffentlichen Schule; und
6.) ernstlich Gott um Weisheit bitten, die Kinder inbrünstig lieben und alle Zeit zu biblischen
Ratschlägen bereit sein, die sie ihnen in Geduld und Liebe mit auf den Weg geben.

Jugendliche sollten vollkommen überzeugt davon sein, dass es ausschließlich darauf
ankommt, was Gott von ihnen denkt und was er ihnen sagen wird, wenn sie eines Tages vor
ihm stehen werden. So wie Jim Elliot sagte, einer der Märtyrer von Ecuador, der sich als
junger Mann auf Kosten einer einträglichen Karriere für das Missionsfeld entschied:
„Der ist kein Tor, der hingibt, was er nicht behalten kann, auf das er gewinne, was er nicht
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verlieren kann.“

Woher kommt diese Entschlossenheit?
Was haben die Geschwister, die vor uns gestorben sind, sei es als Martyrer hingerichtet oder
als Missionare und Pioniere durch Entbehrungen und Krankheiten, gemeinsam?
Es ist lebendige Hoffnung!

Petrus schreibt im ersten Brief in Kapitel 1, in den Versen 3-5:
Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns aufgrund seiner großen
Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu
Christi aus den Toten, zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen
Erbe, das im Himmel aufbewahrt wird für uns, die wir in der Kraft Gottes bewahrt werden
durch den Glauben zu dem Heil, das bereit ist, geoffenbart zu werden in der letzten Zeit.

Unsere Hoffnung besteht im Wissen um die Vergebung der Sünden durch die Heilstat Gottes
in Jesus Christus und die Überwindung des Todes in der Auferstehung Jesu Christi.


Je mehr ich mein Herz an diese Welt hänge, desto mehr wird es schwierig sein loszulassen,
wenn ich in Drangsal komme.
Wenn Sie nur eine Reistasche für eine Flucht oder einer Internierung zu packen hätten - was
würden Sie einpacken?
Woran denken Sie spontan, wenn Sie nur fünf Minuten Zeit hätten?



MacArthur schreibt:
„Es ist wichtig, eine Einstellung der Hoffnung zu bewahren. Praktisch gesagt bedeutet das,
dass wir uns nicht zu sehr von irdischen Dingen in Beschlag nehmen lassen sollen. Jesus
sagte: »Sammelt euch nicht Schätze auf der Erde, wo Motte und Fraß zerstören und wo Diebe
durchgraben und stehlen; Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein«
(Mt.6,19.21). Wenn unsere Herzen auf unsere Hoffnung in der Ewigkeit ausgerichtet sind,
dann wird auch unser Schatz in der Ewigkeit sein. Ich hoffe, Sie leben nicht für den
Augenblick. Leben Sie nicht für Zeitliches. Wir sollen in Hoffnung leben, und das bedeutet,
sich mehr für Investitionen in die Ewigkeit zu engagieren, als für Investitionen in zeitliche
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Dinge.“


Empfehlung von weiterer Literatur

Alle bei den Endnoten aufgeführten Literaturhinweise möchte ich auch als Buch- und
Internetseiten empfehlen. Was dort nicht steht, möchte ich jetzt aufführen.

Bücher und Schriften:
Creatio, Biblische Schöpfungslehre, Daniel-Verlag, 17279 Retzow
Alle Werke von Prof. Werner Gitt, Christliche Literatur-Verbreitung e.V. 33661 Bielefeld
Dr. Lothar Gassmann, Diktatur Europa?, Am Waldsaum 39, D-75175 Pforzheim

Der Grundtext der Bibel – Heft 3, Gottes bewahrtes Wort
Warum wir den Textus Receptus als Grundtext des Neuen Testaments annehmen dürfen,
ESRA-Schriftendienst, Postfach 19 10, D-71209 Leonberg




Literaturverzeichnis:


1
Fritz Rienecker, Lexikon zur Bibel, R. Brockhaus Verlag Wuppertal und Zürich, elektronische Ausgabe,
Stichwort: „Abfall“
2
http://www.earthcharter.org/
3
Josh McDowell und Bob Hostetler, Die neue Toleranz, Christliche Literatur-Verbreitung e.V. 33661 Bielefeld,
S.20
4
Josh McDowell und Bob Hostetler, Die neue Toleranz, Christliche Literatur-Verbreitung e.V. 33661 Bielefeld,
S.22
5
http://www.horst-koch.de, sowie diverse andere Quellen, u.a. auch im Internet bestätigen dies
6
UNESCO, In the Classroom with Children under Thirteen Years of Age, S.5
7
ebd. S.8
8
www.L-Gassmann.de
9
http://www.l-gassmann.de/
10
http://www.worldcorecurriculum.org
11
Dave Hunt, Die Frau und das Tier, Christliche Literatur-Verbreitung e.V. 33661 Bielefeld, S.7 und 8
12
Rudolf Ebertshäuser, ESRA-Schriftendienst, Postfach 19 10, D-71209 Leonberg
13
„Der Grundtext der Bibel – Heft 3“, ESRA-Schriftendienst, Postfach 19 10, D-71209 Leonberg, S.32
14
Doreen Irvin, Die Königin der Schwarzen Hexen, Verlag Schulte + Gerth, Aßlar, S.118
15
Dr. theol. Roger Liebi, Der verheißene Erlöser, Beröa Verlag, CH-8038 Zürich, S.8
16
William MacDonald, Nichts für schwache Nerven – ein Blick in die Zukunft, Christliche Literatur-
Verbreitung 33661 Bielefeld, S.10+11
17
John MacArthur, The Glory of Heaven, Crossway Books, Wheaton, Illinois 60187,S.11
18
William MacDonald, Zerbrich mich, Herr!, Christliche Literatur-Verbreitung, 33661 Bielefeld, S.9+10
19
William MacDonald, Zerbrich mich, Herr!, Christliche Literatur-Verbreitung, 33661 Bielefeld, S.43+44
20
John MacArthur, Der Kampf um den Anfang Schöpfung, Evolution und die Bibel, Christliche Literatur-
Verbreitung, 33661 Bielefeld, S.154/155
21
John MacArthur, Der Kampf um den Anfang Schöpfung, Evolution und die Bibel, Christliche Literatur-
Verbreitung, 33661 Bielefeld, S.50
22
Tom Bisset, Warum jemand nicht mehr glauben kann?, Christliche Literatur-Verbreitung, 33661 Bielefeld,
S.21
23
John MacArthur, Kindererziehung - wir wollen es besser machen!, Christliche Literatur-Verbreitung, 33661
Bielefeld, S.121
24
John MacArthur, Kindererziehung - wir wollen es besser machen!, Christliche Literatur-Verbreitung, 33661
Bielefeld, S.91
25
DER SPIEGEL 15/1988 vom 11.04.1988, Seite 28-29
26
John F. MacArthur, Lampen ohne Öl, Christliche Literatur-Verbreitung, 33661 Bielefeld, S.182/183
27
John F. MacArthur, Lampen ohne Öl, Christliche Literatur-Verbreitung, 33661 Bielefeld, S.191
28
Fritz Rienecker, Lexikon zur Bibel, R. Brockhaus Verlag Wuppertal und Zürich, elektronische Ausgabe,
Stichwort: „Reich Gottes“
29
Strong Nr.: 4190, GRIECHISCH-DEUTSCH WÖRTERBUCH, Version: 5.2.1998, Gerhard Kautz -
Österreich
30
Strong Nr.: 4625, GRIECHISCH-DEUTSCH WÖRTERBUCH, Version: 5.2.1998, Gerhard Kautz -
Österreich
31
Strong Nr.: 458, GRIECHISCH-DEUTSCH WÖRTERBUCH, Version: 5.2.1998, Gerhard Kautz - Österreich
32
Strong Nr.: 96,GRIECHISCH-DEUTSCH WÖRTERBUCH, Version: 5.2.1998, Gerhard Kautz - Österreich
33
Brief an die Jugend, Dr. theol. Lothar Gassmann, D-75175 Pforzheim, www.L-Gassmann.de
34
John MacArthur, „Die lebendige Gemeinde“, Betanien Verlag, 33698 Bielefeld, S.50
35
Fritz Rienecker, Lexikon zur Bibel, R. Brockhaus Verlag Wuppertal und Zürich, elektronische Ausgabe,
Stichwort: „Heiligung“
36
Dr. Roger Liebi, Der Messias im Tempel, Christliche Literatur-Verbreitung, 33661 Bielefeld, S.215
37
Strong Nr.: 3525, GRIECHISCH-DEUTSCH WÖRTERBUCH, Version: 5.2.1998, Gerhard Kautz -
Österreich
38
Dave Hunt, Die okkulte Invasion, Christliche Literatur-Verbreitung e.V., 33661 Bielefeld, S.509
39
Das Neue Testament erklärt und ausgelegt/ hrsg. von John F. Walvoord u. Roy B. Zuck.-Neuhausen-Stuttgart:
Hänssler, elektronische Version
40
Roger Liebi, Der Messias im Tempel, Christliche Literatur-Verbreitung 33661 Bielefeld, S.216
41
John MacArthur, „Die lebendige Gemeinde“, Betanien Verlag, 33698 Bielefeld, S.27
42
Dave Hunt, Die okkulte Invasion, Christliche Literatur-Verbreitung e.V., 33661 Bielefeld, S.335
43
John MacArthur, „Die lebendige Gemeinde“, Betanien Verlag, 33698 Bielefeld, S.61