Christustag 2014 und Verführung

Einheitsbestrebungen des Papstes und die Verführung beim Christustag 2014 in Stuttgart


Aber Serubbabel und Jeschua und die übrigen
Familienhäupter Israels antworteten ihnen: Es
geziemt sich nicht, dass ihr und wir miteinander
das Haus unseres Gottes bauen; sondern wir
allein wollen dem HERRN, dem Gott Israels,
bauen, wie es uns der König Kyrus, der König
von Persien, geboten hat! Esra 4,3

Dies waren die Worte an die Samaritaner die einen Mischkult von Götzendienst und
der Verehrung Yahwes aufgebaut hatten. Heutzutage kann man nicht mehr so
schnell hinterherkommen wie sich die Irrlehren und die Einheitsvernetzungen
ausbreiten.

Für wache Gläubige ist es klar ersichtlich das Kenneth Copeland ein Irrlehrer ist. Wer
aber einen fremden Geist abgekriegt hat, der kann nicht mehr unterscheiden was von
der Bibel her gesundes Wort ist.

So gab es kürzlich eine Videobotschaft der spirituellen Einheit und Zusammenarbeit
vom Papst Francis an Kenneth Copeland, die mit Freuden aufgenommen wurde. Es
waren raffinierte Worte die jeder Christ, wenn er unreif und nicht fest in der Kenntnis
des Wortes Gottes ist, ebenso mit Freude aufnehmen könnte. Wer mag, der lese sich
die Meldung vom radiovatican durch.

Um auf die nächste Verführung zu sprechen zu kommen, die in Kürze in Stuttgart
stattfinden wird, sei noch erwähnt, dass der Kopp-Verlag in folgendem Artikel "Papst Franziskus und die sich abzeichnende Eine-Welt-Religion" wie folgt schreibt:

›Die katholische und charismatische Erneuerung bildet die Hoffnung der Kirche‹, erläuterte der anglikanische Episkopalbischof Tony Palmer vor einer Gruppe jubelnder Anhänger in den Kenneth Copeland Ministries.

Das mit der Hoffnung der Kirche sollten wir uns im Hinterkopf behalten, wenn wir uns
jetzt einmal dem Christustag 2014 widmen.

Das die Verantwortlichen von Christustag Margot Käßmann, die die Jungfrauengeburt und das Schöpfungswunder Gottes leugnet, zu ein paar Grußworten eingeladen haben, ist noch harmlos. Dass sie diese Frau zur Botschafterin des Rates der EKD für das Reformationsjubiläum 2017 ernannt wurde, ist der Hohn für alle Märtyrer seit der Reformation Luthers.
Nun hatte ich den Verantwortlichen des Christustages folgendes geschrieben:

"Die heutigen Heiden wundern sich auch über die Evangelische Kirche Deutschlands mit ihrer Videokampagne zur Beziehungsvielfalt, wie hier mit Recht zu lesen ist:
http://www.pi-news.net/2014/03/video-ekd-kampagne-zur-beziehungsvielfalt/
Ich empfinde es als Hochverrat an echte gläubige Christen, eine Bischöfin Käßmann
von der EKD als Rednerin zum Christustag einzuladen, die eh die Bibel als Wort Gottes verworfen hat. Damit proklamieren Sie meiner Ansicht nach, dass die EKD aufgehört hat, noch die Gemeinde des lebendigen Gottes wäre und damit Teil des Leibes Christi zu sein. Für mich ist das aber eher eine Kirche geworden, die zum Gott dieser Weltzeit (Anlehnung an 2Kor 4,4) gehört. Insofern ist die Anbiederung der Ev. Allianz an die EKD völlig unverständlich, da doch geistliche Hirten das Wohl der Schafe im Blickfeld haben sollten und nicht eine Einheit auf Kosten der Wahrheit."

In einer Antwort, in der erklärt wurde, dass man die Kampagne zur Beziehungsvielfalt
für misslungen hält, wurde ich mit folgenden Worten auf etwas hingewiesen:

"Von der Sache her bitten wir jedoch zu berücksichtigen: Die EKD ist keine Kirche
oder Gemeinde mit eigenem Bekenntnis, sondern ein Dachverband mehrerer
eigenständiger Landeskirchen und Kirchenverbände, die sich in den Bekenntnissen
und Ordnungen zum Teil unterscheiden. Deshalb bitten wir um Verständnis, dass wir
ihre pauschale geistliche Einschätzung "der" EKD nicht teilen können."


Und jetzt kommt der Punkt, wo wir zur charismatischen Gemeindeerneuerung zurück
kommen:

"Uns ist es angesichts mancher Kontroversen ein Anliegen, immer wieder neu die
Grundlagen unseres evangelischen Glaubens in Erinnerung zu rufen. Die heute
morgen veröffentlichte Initiative "Zeit zum Aufstehen" verfolgt genau dieses Ziel. In
sieben Abschnitten (zu denen ich später noch etwas schreiben werde) entfaltet ein
Impuls die Hauptanliegen und verweist etwa auf die zentrale Bedeutung des
Kreuzestodes Jesu Christi und seiner leiblichen Auferstehung. Beim zentralen
Christustag wird diese Initiative einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt."



Nun gehören zu den Initiatoren dieser Initiative: Michael Diener (der den Hang zur
Emerging Church hat), weiter Gerhard Pross und Thomas Römer (Mitinitiatoren von
„Miteinander für Europa“ - über diese antichristliche Bewegung, die von Chiara Lubrich in Lebens gerufen wurde und einen Preis für die Einheit der Religionen erhalten hat, hatte Andreas Lerch bereits geschrieben, sowie (um den Kreis zum Papst zu schließen) Henning Dobers von der "Geistlichen Gemeindeerneuerung in der Evangelischen Kirche", die früher "charismatische Gemeinderneuerung" hieß.

Die Umbenennung sollte wohl so manche Christen nicht abschrecken. In Wikipedia
lässt sich folgende Aussage finden:

"Die Geistliche Gemeinde-Erneuerung in der Evangelischen Kirche (GGE) ist eine
charismatische geistliche Bewegung in den evangelischen Landeskirchen Deutschlands. Sie ist eine Seelsorge- und Gottesdienstbewegung, die freie Gottesdienste und Lobpreisgottesdienste veranstaltet, neue Lieder in die Gottesdienste einbringt, Heilungsgebet nach Jak 5,13-16 LUT unterstützt und durchführt sowie die Einrichtung von Glaubensgrundkursen und Alphakursen in Gemeinden fördert, unterstützt und anbietet."

Nun sei noch erwähnt, dass die charismatische Gemeindeerneuerung eben nicht
beim Biblischen bleibt. Ich selbst habe sie kennen gelernt, war seelisch uns geistlich
kaputt heraus gekommen und wurde nur durch die Gnade Gottes wieder geistlich
hergestellt.

Zeichen und Wunder die im charismatischen Bereich gezielt gefördert werden, sind
für die Gemeinde in der Endzeit nicht verheißen, sondern werden immer im Hinblick
auf Verführung genannt (Mt 24,24; 2Thes 2,9; Offb 13,13; 16,14; 19,20).

Die sieben Punkte, in der Erklärung der Initiative "Zeit zum Aufstehen", die sich auf
den ersten Blick sehr biblisch anhören, halte ich für Augenwischerei.

In Punkt 3 fehlt für mich der Hinweis auf das Gericht Gottes und seinen Zorn. Wir
haben eben nicht nur Gottes Liebe und Barmherzigkeit zu verkünden. Ohne Seinen
Zorn gegenüber Sünde ist seine Liebe nicht zu verstehen.

In Punkt 4 finde ich folgende Sätze recht merkwürdig: "Gottes Wort und menschliche
Worte sind in ihr (der Bibel) untrennbar verbunden." Ich war bisher immer davon
ausgegangen, dass die Bibel komplett inspiriertes Wort Gottes ist.

Und "Die Bibel ist immer aktueller als der jeweilige Zeitgeist." "Aktueller" bedeutet für
mich, dass der Zeitgeist mir schon etwas zu sagen hat, nur die Bibel mehr und dass
die Bibel sich dynamisch dem Zeitgeist in ihrer Aktualität anpasst. Auch gibt es Gläubige, die die "Neue Paulus Perspektive" und "Historisch kritische Methode" für biblisch halten. Entsprechend ist die Bibel dann für sie aktueller als der Zeitgeist.

Bei Punkt 6 werde ich an den gemeinsamen "Verhaltens-Kodex für Mission"erinnert. Auch stimmt es mich nachdenklich, ob die Angehörigen der Christen gemeint sind oder die der anderen Religionen. Da alle Religionen, die an Jesus Christus vorbei führen, nach 3Mo 17,7 und 1Kor 10,20 zum Reich Satans gehören, finde ich das schon komisch, wenn ich mich z.B. für die Nichtverfolgung von Hindus durch den Islam einsetze.

Wenn ich daran denke, wer die Initiatoren sind und dass nach wie vor wir keine
künstliche ökumenische Einheit schaffen sollen, dann sind die 7 Punkte für mich wie
Nebelgranaten, die vom eigentlichen Ziel ablenken sollen.

(Weiterverbreitung oder Entnahme von Informationen mit Quellenhinweis auf haus-gemeinde.de sind ungefragt genehmigt.)
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